Die sichtbare Gemeinschaft der Gläubigen

25/04/2019

Die Bergpredigt. Gemälde von Carl Bloch.

Obwohl auch wir der Ansicht sind, dass die Sphäre der Kirche hauptsächlich im spirituellen Bereich liegt, ist es eine Tatsache, dass die Kirche auch eine sichtbare Gemeinschaft der Gläubigen ist. Sie ist eine lebendige Kraft, eine organisierte hierarchisch geordnete Institution und ein öffentliches Forum, mit enormem Einfluss auf die Gesellschaft und damit auf die Geschichte.

Sie hat ihren Platz in der Welt, im Berufsleben, in der Familie und im Staat – überall dort, wo der Christ auf sein Seelenheil hinarbeitet, indem er sich bemüht, die Gesetze Gottes zu befolgen und nach ihnen zu leben. Der Kirche stehen die Weisheit und die Erkenntnisse von 20 Jahrhunderten zur Verfügung und sie muss eine aktive Rolle in der Welt spielen, indem sie moralische Normen auf die konkreten historischen Umstände anwendet, um damit den Christen den Weg in ihrem spirituellen und sozialen Leben zu weisen.

Das Historiengemälde Heinrich vor Canossa von Eduard Schwoiser aus dem Jahr 1862 zeigt einen trotzigen Heinrich vor dem Papst Gregor.

Mit anderen Worten, die Kirche kann sich nicht in eine abstrakte und leere Ecke der Gesellschaft zurückziehen und ihre Rolle auf die bloße psychologische Unterstützung schwacher Seelen reduzieren, ohne Verbindung zu unserer industrialisierten und globalisierten Welt.

Eine universelle Botschaft

Nein, die Kirche ist uralt und doch stets neu. Sie ist älter als die Nationen und doch nicht auf ein Volk beschränkt oder einem Volk untertan. Sie ist sowohl supranational als auch übernatürlich, und sie vereint das Menschliche und das Göttliche. Sie ist sowohl der mystische Leib Christi als auch eine hierarchisch geordnete Institution; sie ist in der Welt, aber nicht von der Welt. Sie hat eine universelle Botschaft und Mission, für alle Zeiten und Orte gilt und die weit über die armselige Reichweite der Globalisierung unserer Tage hinausgeht.

Fronleichnamsprozession. Gemälde von Manuel y Aguado Cabral y Bejarano

Es ist diese universelle Kirche, die ihre Rolle in der Gesellschaft behaupten muss, um den Gottesdienst zu fördern und die moralischen Gesetze und Dogmen zu lehren, die für die Heiligung unerlässlich sind.

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Rückkehr zur Ordnung: Von einer hektischen, getriebenen Wirtschaft zu einer organischen christlichen Gesellschaft Von John Horvat II, Kapitel 31.

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