Die Französische Revolution

13/07/2017

C. Die Französische Revolution

Cornelius Jansen, auch Jansenius genannt. Seine Lehre wurde als Jansenismus bekannt.

Auch in ganz Frankreich dehnte sich die tiefgreifende Wirkung von Humanismus und Renaissance unter den Katholiken zu einer nicht enden wollenden Kette von Folgeerscheinungen aus. Der unglücklicherweise durch den Jansenismus und andere protestantische Gärstoffe des 16. Jahrhunderts im allerchristlichsten Reiche verursachte Niedergang der Frömmigkeit begünstigte im 18. Jahrhundert einen fast allgegenwärtigen Sittenverfall, der mit einer brillanten, aber frivolen Denkart und der Vergötterung des Erdenlebens einherging und so Schritt um Schritt der Religionslosigkeit den Weg bereitete. Zweifel an der Kirche, die Leugnung der Gottheit Christi, Deismus und beginnender Atheismus waren die Stationen auf dem Weg zur Apostasie.

Am 26. Oktober 1860 fand in Teano bei Neapel das Treffen zwischen Viktor Emanuel II. und Garibaldi statt.

Eng verwandt mit dem Protestantismus hat die Französische Revolution sein Erbe und das des Neuheidentums der Renaissance aufgenommen und ein in allem der Pseudoreformation .entsprechendes Werk geschaffen. Bevor sie mit ihrem Deismus und dem Atheismus Schiffbruch erlitt, ging es ihr um die Gründung einer Staatskirche, die in der Kirche Frankreichs den Geist des Protestantismus verwirklichen sollte. Und auch das politische Werk der Französischen Revolution ist nichts anderes als die Verwirklichung der „Reformation”, wie sie von den radikaleren protestantischen Sekten im Bereich der kirchlichen Organisation durchgeführt worden war, auf staatlicher Ebene:

Der Vertrag von Tolentino, der am 19. Februar 1797 zwischen der Papst Pius VI und Napoleon Bonapartes.

– Der Aufstand gegen den König entspricht dem Aufstand gegen den Papst;

– der Aufstand des gemeinen Volkes gegen die Adligen entspricht dem Aufstand des „gemeinen Volkes” in der Kirche, das heißt der Gläubigen, gegen den „Kirchenadel”, das heißt den Klerus;

– die Errichtung der Volkssouveränität entspricht der mehr oder weniger uneingeschränkten Leitung gewisser Sekten durch die Gläubigen.

Revolution und Gegenrevolution Von Plinio Corrêa de Oliveira. III KAPITEL, Teil 5-C. pp. 16-17.

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