Rückkehr zur Ordnung: Von einer hektischen, getriebenen Wirtschaft zu einer organischen christlichen Gesellschaft

Kindle Ebook – Jetzt als Download verfügbar.

 

John Horvat II

Rückkehr zur Ordnung beschäftigt sich mit Themen, die nicht nur in Amerika, sonder überall auf der ganzen Welt aktuell sind.

Die moderne Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise und dieses Buch identifiziert auf originelle und überzeugende Weise die frenetische Maßlosigkeit als Ursache dieser Krise.

Vor allem aber bietet der Autor, John Horvat, eine organische, katholische Lösung an, die ebenso notwendig wie erfrischend originell ist.

Ich hoffe, dass dieses Buch eine weite Verbreitung erfahren wird und kann es all denen, die echte Antworten auf essentielle Fragen suchen, nur wärmstens empfehlen.

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Ball der Stadt Wien, 1904. W. Gause, Wienmuseum

Ein Empfang im Rathaus auf Einladung des Wiener Bürgermeisters. Im neugotischen Prunksaal bewegen sich Bürger, Militär und Aristokraten. Die Damen der Wiener Gesellschaft treffen mit Stadtbeamten und kirchlichen Würdenträgern zusammen.

Die Eleganz und das Raffinement der Damentoilette entsprechen der Schönheit der prächtigen Uniformen. Man spricht halblaut begleitet vom Rascheln der Seide und der Fächer.

Die Hauptperson dieser Soirée, Erzherzog Leopold von Habsburg-Toskana — zu erkennen in blauer Uniform — ist soeben angekommen, geschmückt mit Orden, halb verdeckt im Zentrum. Er ist der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des ganzen Saales. Der Bürgermeister steht hinter ihm. Auch er trägt seine Orden und eine Kette auf seinem Frack.

Ganz hinten, inmitten von Blumen und einer exotischen Pflanzenwelt, scheint die Büste von Kaiser Franz Joseph dem Fest beizuwohnen.

 

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“
von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, November 2008)

 

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Christus König!

07/09/2017

By Plinio Corrêa de Oliveira

Freie Übersetzung aus Legionário, Nr. 372, 29. Oktober 1939 (*)

Gute Gedanken haben die Eigenschaft, wenn sie angenommen werden, auf uns wie auf unseren Nächsten, wie Arzneimittel zu wirken. Wenn wir sie jedoch unserem geistigen Leben verweigern oder sie im Umgang mit unseren Nächsten verschweigen, werden sie, wie der hl. Paulus sagt, zu glühenden Kohlen, die uns ätzen und unsere Seele ausbrennen. Wehe denen, die gute Ratschläge erhalten haben, sie aber aus Feigheit oder Egoismus nicht befolgten. Wehe auch denen, die aus Feigheit oder Egoismus einen guten Rat verschwiegen haben, den sie hätten geben sollen. Diese heilsamen Ratschläge, die sie nicht äußerten, werden sie innerlich wie glühende Kohlen ausbrennen. Am Tage des Gerichts werden sie Rechenschaft ablegen müssen für nicht wahrgenommene Talente.

Das sind meine Überlegungen…

*    *   *

Wie viele Katholiken gibt es, die durch die Taufe zur Würde erhoben worden sind, Bürger des Reiches Gottes zu sein, die Texte der heiligen Liturgie begleiten und dort wunderbare Hinweise auf das Königtum Jesu Christi zu lesen, sie aber nicht verstehen. Wie viele Katholiken gibt es, die versuchen das Reich Christi auf Erden einzurichten, aber nicht wissen oder vergessen, dass sie es zuallererst in sich selbst einrichten müssen! Wie viele andere, die meinen das Reich Christi in sich selbst einrichten zu wollen, aber nicht den heißen Wunsch haben, es in die ganze Welt zu verbreiten! Mit anderen Worten, sind diese Katholiken nicht von der Sorte derer, die genau hören und verstehen, was die Kirche ihnen durch die Stimme der Päpste sagt, doch nur mit den Ohren des Leibes und nicht mit denen der Seele?

Die Lehre des Königtums Christi ist innig verbunden mit dem schönen und frommen Brauch der Thronerhebung des Heiligsten Herzen Jesu in unseren Wohnungen. Wenn das Bild des Herzen Jesu am schönsten und edelsten Platz unserer Wohnung aufgestellt wird, ist es doch gerade deshalb, weil er als König anerkannt wird. Wie viele Wohnungen gibt es jedoch, in denen das Herz Jesu auf den Thron erhoben wurde, aber in den Herzen der Bewohner nicht anzutreffen ist.

Es geht mir hier nicht darum, die schon so große Traurigkeit über diese Situation hochzutreiben und zu Unrecht das zu verachten, was es, trotz der erwähnten Mängel, an Schönem und Gutem an diesem Brauch gibt. Jeder Akt der Frömmigkeit und der Ehrerbietung gegenüber der Kirche Gottes, sei er auch noch so oberflächlich und unbedeutend, sollten wir mit großem Eifer schätzen, lieben und fördern, als ein Widerschein unserer Gottesliebe. Fern von uns also ein pharisäischer Pessimismus, der den Wert eines jeglichen aufrichtigen Akts der Frömmigkeit in Abrede stellt, wenn auch die Kälte oder die Unwissenheit ihren übernatürlichen Glanz trübt.

Doch unter diesem Vorbehalt bleibt die Tatsache, dass die Klage des Apostel Johannes auch heute noch Wahrheit ist: „In propria venit, et sui eum non receperunt“, „Er kam in sein Eigentum und die Seinigen nahmen ihn nicht auf“…

*      *     *

Es ist nicht schwer die Lehre der Kirche über das Königtum Jesu Christi kennen zu lernen.

In seiner unendlichen Barmherzigkeit gefiel es Gott die unendliche Liebe, die er uns erweist, mit der Liebe zu vergleichen, die unsere Eltern zu uns haben. Das bedeutet nicht, dass er mit diesem Vergleich die unergründlichen Dimensionen seiner Liebe verminderte, um sie den geringen Ausmaßen der Liebe, zu der die Menschen fähig sind, anzupassen. Im Gegenteil: Wenn er sich diesem Vergleich der väterlichen Liebe bediente, war es, um uns verständlich zu machen, wie sehr Er uns liebt. Wenn wir dem Begriff „Vater“ den Sinn geben, den er in der natürlichen Ordnung hat, so ist Gott nicht nur unser Vater, sondern viel mehr als das, weil Er unser Schöpfer ist. Da aber in der natürlichen Ordnung die Rolle des Vaters nichts weiter ist, als mit Gott beim Schöpfungswerk mitzuwirken, wenn es also jemand verdient Vater genannt zu werden, so ist es Gott. Unser natürlicher Vater ist somit nichts weiter als der Treuhänder eines Teils der Vaterschaft, die Gott über uns ausübt.

Das gleiche ergibt sich mit dem Königtum Christi. Um uns die absolute Autorität, die Christus als Gott über uns ausübt, zu verstehen zu geben, gefiel es Ihm, sich mit einem König zu vergleichen. Da aber Könige durch Ihn regieren und ihre Autorität nur authentisch ist, weil sie von Ihm kommt, so ist in Wahrheit der einzige König, der König par excellence, nur Er. Alle Könige und Staatschefs sind nichts weiter als Seine demütigen Diener, dessen Er die Güte hat, sich ihrer in der Führung der Welt zu bedienen. Christus ist König, weil er Gott ist. Wir bezeichnen Ihn als König, um Seine göttliche Allmacht zu behaupten und unsere Pflicht Ihm zu gehorchen und zu folgen.

*     *     *

Gehorsam! Dies ist ein Begriff, der ein wesentlicher Inhalt der Bedeutung des Königtums Unseres Herrn Jesus Christus ist. Christus ist König, und einem König schuldet man Gehorsam. Wenn wir das Fest Christus König feiern, feiern wir Seine Macht über uns und damit unsere Gehorsamspflicht Ihm gegenüber.

Wie bringt man einem König Gehorsam entgegen? Die Antwort ist einfach: Indem wir um seinen Willen wissen und diesen liebevoll und in allen Einzelheiten sorgfältig ausführen.

Die einzige Art also Christus König zu gehorchen, besteht darin Seinen Willen zu kennen und ihm zu folgen.

Aus diesem so klaren, einfachen, lichtreichen Verständnis ergibt sich ein ebenfalls klares, einfaches und lichtreiches Lebensprogramm.

Um den Willen Christ Königs zu kennen, müssen wir den Katechismus kennen. Denn durch das Lernen der göttlichen Gebote, welches nur vollständig sein wird mit dem Lernen der gesamten katholischen Lehre, sind wir in der Lage den Willen Gottes zu kennen. Und um diesem Willen zu folgen, müssen wir um die Gnade Gottes bitten durch Gebet, Empfang der Sakramente und unseren guten Werken. Letztlich werden wir den Willen Gottes erkennen durch das innerliche Leben: Geistige Lektüre, Betrachtung und ein Leben, das wir ganz im Licht des Katechismus führen.

Unser Herr sagte, „das Reich Gottes ist in euch“ (Lk 17,20). Dieses kleine Reich – klein in seinen Ausmaßen aber unendlich an Wert, denn es hat ja das kostbare Blut Christi gekostet –, muss ein jeder von uns für Jesus erobern, indem er alles zerstört, was sich im Innern der Befolgung Seiner Gebote widersetzt.

Schließlich, sind Christi Gebote nicht nur anzuwenden auf den einzelnen Menschen, sondern auch auf Völker und Nationen. Wenn die Völker und Nationen die Richtlinien der päpstlichen Enzykliken zur Kenntnis nehmen – die ja der Ausdruck des eigenen Willen Gottes sind –, und sie in der hauseigenen, sozialen und politischen Gestaltung umsetzen, dann wird Christus König sein.

Mit anderen Worten: Seien wir gute Katholiken! Wenn wir das sind, werden wir unbedingt Apostel, und als solche unbedingt Soldaten Christi sein.

(*) Plinio Corrêa de Oliveira zum 100. Geburtstag

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Ein geschichtliches Beispiel: Die Leugnung der Sünde im Liberalismus und im Sozialismus

24 August 2017

In jeder Phase war die Revolution stets darauf aus, die Sünde zu mißachten oder sogar radikal zu leugnen. A. Die unbefleckte Empfängnis des Individuums In ihrer liberalen, individualistischen Phase lehrte sie, daß der Mensch über eine unfehlbare Vernunft, einen starken Willen und der Zügellosigkeit abholde Leidenschaften verfügt. Daraus wurde denn auch die Vorstellung von einer […]

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Das Legitime Kriegsziel ist der Gerechte Frieden

10 August 2017

Was Päpste, Heilige, Kirchenlehrer und Theologen über die Zulässigkeit des Krieges denken Der mittelalterliche Geist, kampfbereit und kriegerisch, ebenso wie der vergleichbare Charakter der Kirche, kann mögli­cherweise die „Fundamentalisten“ des zeitgenössi­schen Pazifismus verwundern. Sie sind absolut nicht bereit, irgendeine Art von Krieg zu tolerieren und in ihren Ohren sind Ausdrücke wie „heiliger Krieg“ und „gerechter […]

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Die revolutionären Grundsätze von 1789 beinhalteten die Summe aller Lehren der falschen Propheten

27 July 2017

Papst Benedikt XV. hielt aus Anlaß der Veröffentlichung des Dekrets über die Heldenhaftigkeit der Tugenden des Seligen Marcelin Champagnat[1]  am 11. Juli 1920 eine Ansprache, aus der wir die folgenden Auszüge wiedergeben: „Man braucht sich ja nur den Anfang des 19. Jahrhunderts anzuschauen, um sofort zu erkennen, daß in Frankreich viele falsche Propheten auftauchten, die […]

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Die Französische Revolution

13 July 2017

C. Die Französische Revolution Auch in ganz Frankreich dehnte sich die tiefgreifende Wirkung von Humanismus und Renaissance unter den Katholiken zu einer nicht enden wollenden Kette von Folgeerscheinungen aus. Der unglücklicherweise durch den Jansenismus und andere protestantische Gärstoffe des 16. Jahrhunderts im allerchristlichsten Reiche verursachte Niedergang der Frömmigkeit begünstigte im 18. Jahrhundert einen fast allgegenwärtigen […]

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Der Hass Gegen das Herz Jesu Während der Französischen Revolution

29 June 2017

By Plinio Corrêa de Oliveira Vortrag am 14. August 1969 (*) Am Vorabend der Französischen Revolution verbreitete sich die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu über die ganze Welt. Die Offenbarung Jesu an die hl. Margareta Maria Alacoque, Theologen, die sich mit dem Thema befassten, machten diese Andacht überall bekannt. Im Gegenzug wurde diese Andacht von […]

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Kaiserin Eugénie Besucht Die Armen

15 June 2017

Die Szene spricht für sich selbst. Eine elegante Dame, Kaiserin Eugénie, die Ehefrau von Napoleon III., legt eine Börse, die einige Goldstücke enthält, in die Hand einer armen Frau, die von ihren drei Kindern umringt ist. Gekleidet wie eine Bürgerliche macht die großherzige Kaiserin zahlreiche Besuche, vor allem bei Kranken, in Spitälern und auch bei […]

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Der pazifistische und antimilitaristische Charakter der Revolution

1 June 2017

Das im vorausgegangenen Kapitel Gesagte macht es uns leicht, den pazifistischen und damit antimilitaristischen Charakter der Revolution zu verstehen. Die Wissenschaft wird Kriege, Streitkräfte und Polizei erübrigen Im Technologieparadies der Revolution hat immerwährender Friede zu herrschen, denn die Wissenschaft zeigt, daß der Krieg etwas Böses ist, und die Technik vermag alle Kriegsursachen zu verhindern. Daher […]

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Niedergang des Mittelalters

18 May 2017

Im 14. Jahrhundert zeichnet sich im christlichen Europa eine Mentalitätsänderung ab, die dann im Verlauf des 15. Jahrhunderts immer deutlichere Züge annimmt. Das Streben nach irdischen Freuden wächst sich zu einer wahren Gier aus. Die Vergnügungen werden immer häufiger und prunkvoller, und die Menschen schenken ihnen immer mehr Aufmerksamkeit. Der wachsende Hang zu einem lustund […]

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Ehe und Familie im Sperrfeuer revolutionärer Angriffe

4 May 2017

Mit Beiträgen von Plinio Corrêa de Oliveira Der Angriff auf die christliche Familie, der aus Politik und Medien geführt wird, kann niemanden unberührt lassen, der sich Sorgen um die christliche Zukunft Deutschlands macht. Die materiellen Lebensbedingungen der deutschen Familien verschlechtern sich zunehmend. Doch zudem findet ein Kulturkampf gegen Ehe und Familie statt, der sogar ihre […]

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Beerdigung Ihrer Majestät Zita

20 April 2017

“Gott erhalte, Gott beschütze, unsern Kaiser, unser Land!” Am 1. April 1989 erklang in Wien die alte Hymne. An diesem Tag wurde Zita, die Frau des letzten österreichischen Kaisers, zu Grabe getragen.  

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