Noch einmal inmitten der Erschütterungen, Ver­luste und Sorgen aller Art, die heute die Mensch­heitsfamilie peinigen, seid Ihr, geliebte Söhne und Töchter, gekommen, um Uns die ergebenen Glück­wünsche darzubringen, die Euer erlauchter Spre­cher mit edlen Gefühlen und gewählten Worten vorgetragen hat. Dafür danken Wir Euch von Herzen wie auch für die Gebete, durch die Ihr in einer so bewegten Zeit Uns helft, die ungeheuer schweren Pflichten zu erfüllen, die auf Unsere schwachen Schultern drücken.

Nürnberg in Ruinen, Sommer 1945

Nürnberg in Ruinen, Sommer 1945

Wie es nach allen Kriegen und gewaltigen Heimsuchungen immer Wunden zu heilen und Ruinen wiederaufzubauen gibt, so bedarf es nach den großen nationalen Krisen eines völligen Neu­beginns, um ein niedergeschmettertes und schwer mitgenommenes Land in die allgemeine Ordnung zurückzuführen, um ihm zu helfen, daß es den ihm gebührenden Platz wiedergewinne, den Weg zu jenem Fortschritt und Wohlstand wiederaufnehme, den sein Rang und seine Geschichte, seine mate­riellen Reichtümer und seine geistig-religiösen Kräfte ihm zuweisen.

Dieses Mal ist das Wiederaufbauwerk unvergleichlich umfassender, schwieriger und verwic­kelter. Es handelt sich nicht darum, nur eine einzel­ne Nation zum normalen Leben zurückzuführen. Die ganze Welt – so kann man wirklich sagen – muß wiederhergestellt werden. Die materielle Ordnung, die sittliche Ordnung, die soziale Ordnung, die internationale Ordnung – alles ist von neuem zu schaffen und in geregelten und an­haltenden Gang zu bringen. Diese Ruhe der Ordnung, nämlich der Friede, und zwar der einzige wahre Friede kann nur dann wieder ins Leben treten und andauern, wenn dafür gesorgt wird, daß die menschliche Gesellschaft auf Christus ruht, wenn alles wieder in Ihm zusammengefaßt, unter Ihm als dem Haupte vereinigt und lebendig mit Ihm verbunden wird: „Instaurare omnia in Christo„Alles in Christus erneuern“ [Eph. 1, 10], und zwar durch die harmonische Vereinigung der Glieder untereinander und durch ihre organische Einverlei­bung [in Christus als] dem Haupte [Eph. 4, 15].

Nun aber sind sich alle im großen und ganzen darüber einig, daß diese Neuordnung nicht als eine reine und einfache Rückkehr zur Vergangenheit aufgefaßt werden darf. Ein solches Rückwärtsge­hen ist nicht möglich. Denn die Welt ist – selbst in ihrer oft ungeordneten, sprunghaften Bewe­gung ohne Einheit und Folgerichtigkeit – weiter­geschritten. Die Geschichte steht nicht still. Sie kann nicht stillstehen. Unaufhörlich geht sie weiter. Sie verfolgt ihren geordneten und gradlinigen oder ihren wirren und krummen Lauf dem Fortschritt oder einem Trugbild von Fortschritt entgegen. Nichtsdestoweniger geht, ja eilt sie weiter. Es wäre ein eitles und unnützes Unternehmen, einfach rückwärts marschieren zu wollen, um die Welt­ – Wir wollen nicht gerade sagen – zur Unbeweg­lichkeit auf alten Positionen zurückführen, sondern um sie wieder an einen Ausgangspunkt zurückzu­bringen, der auf Grund von Entgleisungen oder falschen Weichenstellungen unglücklicherweise verlassen worden ist. Nicht darin besteht, wie Wir letztes Jahr bei derselben Gelegenheit bemerkt haben, die wahre Tradition. Wie man ein Haus, das dem heutigen Gebrauch dienen soll, nicht haarge­nau nach uraltem Vorbild wiederaufbauen kann, so darf man es auch nicht nach willkürlichen Plänen errichten, selbst wenn sie theoretisch die besten und wünschenswertesten wären. Man muß die un­ausweichliche Wirklichkeit in ihrem ganzen Ausmaß in Rechnung stellen.

Diese Ruhe der Ordnung, nämlich der Friede, und zwar der einzige wahre Friede kann nur dann wieder ins Leben treten und andauern, wenn dafür gesorgt wird, daß die menschliche Gesellschaft auf Christus ruht, wenn alles wieder in Ihm zusammengefaßt, unter Ihm als dem Haupte vereinigt und lebendig mit Ihm verbunden wird: „Instaurare omnia in Christo“ – „Alles in Christus erneuern“ [Eph. 1, 10].

Diese Ruhe der Ordnung, nämlich der Friede, und zwar der einzige wahre Friede kann nur dann wieder ins Leben treten und andauern, wenn dafür gesorgt wird, daß die menschliche Gesellschaft auf Christus ruht, wenn alles wieder in Ihm zusammengefaßt, unter Ihm als dem Haupte vereinigt und lebendig mit Ihm verbunden wird: „Instaurare omnia in Christo“ – „Alles in Christus erneuern“ [Eph. 1, 10].

Damit wollen Wir nicht behaupten, man müsse sich damit zufrieden geben, dem vorbeiflutenden Strom einfach zuzusehen, noch weniger mit dem Strom zu schwimmen, nach seinen wechselnden Launen den Kurs zu wählen, selbst auf die Gefahr hin, das Boot an eine Klippe stoßen oder in einen Abgrund stürzen zu lassen. Die Energie der Wild­bäche und Wasserfälle wurde nicht nur ungefähr­lich, sondern nützlich, fruchtbar und segenbrin­gend gemacht von jenen, die – statt gegen sie zu kämpfen oder ihr zu weichen – sie durch Schleu­sen und Staumauern, durch Kanäle und Umleitun­gen zu bändigen verstanden. Dies ist die Aufgabe der führenden Männer. Unverwandt die unverän­derlichen Grundsätze des menschlichen Handelns im Auge behaltend sollen sie die Fähigkeit und den Willen besitzen, diese unzerstörbaren Gesetze auf die wechselnden Verhältnisse der Stunde anzuwen­den.

In einer hochentwickelten Gesellschaft wie der Unsrigen, die nach dem gewaltigen Zusammen­bruch wieder in Ordnung gebracht werden muß, ist die Aufgabe eines führenden Mannes sehr verschieden: führend ist der Staatsmann, der Politiker; führend ist der Arbeiter, der, ohne zur Gewalt, zur Drohung oder zur hinterlistigen Propaganda zu greifen, durch sein eigenes Verdienst imstande war, sich in seinem Kreis Ansehen und Vertrauen zu erweben; führend sind – jeder auf seinem Gebiet – der Ingenieur und der Rechtsanwalt, der Diplo­mat und der Volkswirtschaftler, ohne deren Hilfe die materielle, soziale und internationale Welt in die Brüche ginge; führend sind der Universitäts­professor, der Redner und der Schriftsteller, die danach trachten, die Geister zu bilden und zu leiten; führend ist der Offizier, der seinen Soldaten Sinn für Pflicht, Dienst und Opferbereitschaft einflößt; führend ist der Arzt in der Ausübung seiner Heil­kunst; führend ist der Priester, der den Seelen den Weg des Lichts und des Heils zeigt und ihnen die Gnaden vermittelt, damit sie sicher auf ihm wandeln und voranschreiten können.

Welches ist in dieser Vielfalt führender Tätig­keiten Euer Platz, Eure Aufgabe, Eure Pflicht? – Sie tritt Euch in zweifacher Gestalt entgegen: als persönliche Aufgabe und Pflicht jedes einzelnen von Euch und als Aufgabe und Pflicht der Klasse, der Ihr angehört.

Die Kraft der Wildbäche und Wasserfälle wurde von denen, die, statt reagieren gegen sie oder geben in sie, wusste, wie man es mit Hilfe von Schleusen, Dämme, Kanäle und Umleitungen zu nutzen harmlos, aber nützlich, fruchtbaren und wohlübertrug nicht nur. Das ist die Aufgabe, der Führer.  Der Wasserfall bei Terni. Gemälde von Jacob Philipp Hackert.

Die Kraft der Wildbäche und Wasserfälle wurde von denen, die, statt reagieren gegen sie oder geben in sie, wusste, wie man es mit Hilfe von Schleusen, Dämme, Kanäle und Umleitungen zu nutzen harmlos, aber nützlich, fruchtbaren und wohlübertrug nicht nur. Das ist die Aufgabe, der Führer.
Der Wasserfall bei Terni. Gemälde von Jacob Philipp Hackert.

Die persönliche Pflicht verlangt, daß Ihr Euch durch Eure Tugend, durch Euren Fleiß bemüht, in Eurem Beruf führend zu werden. Tatsächlich wissen wir wohl, daß die heutige Jugend Eures edlen Kreises im Bewußtsein der dunklen Gegen­wart und der noch ungewisseren Zukunft völlig davon überzeugt ist, daß die Arbeit nicht nur eine soziale Pflicht, sondern auch eine Lebenssicherung für jeden einzelnen bedeutet. Und Wir verstehen das Wort Beruf im weitesten und umfassendsten Sinn, wie Wir es schon letztes Jahr herauszustellen hatten: technische oder freie Berufe, aber auch politische und soziale Tätigkeit, geistige Arbeit, Unternehmungen aller Art, umsichtige, sorgfältige und emsige Verwaltung Eurer Vermögen, Eurer Landgüter nach den modernsten und erprobtesten Anbauweisen zum materiellen, sittlichen, sozialen und geistig-religiösen Wohl der auf ihnen lebenden Landarbeiter bzw. Landbevölkerung. In jeder dieser Be­rufssparten müßt Ihr alle Mühe aufwenden, um Euch als Führende zu bewähren, sei es um des Vertrauens willen, das jene auf Euch setzen, die den gesunden und lebendigen Traditionen treu geblie­ben sind, sei es wegen des Mißtrauens vieler anderer, eines Mißtrauens, das Ihr überwinden müßt, indem Ihr Euch ihre Hochschätzung und Achtung dadurch erwerbt, daß Ihr in allem hervor­ragt an dem Posten, auf dem Ihr steht, in der Tätig­keit, die Ihr ausübt, welcher Art auch immer dieser Posten oder diese Tätigkeit sein mag.

Worin soll sich nun aber zeigen, daß Ihr in Tat und Leben hervorragt? Und welches sind hierbei die wichtigsten Eigenschaften?

Kaiser Karl I. von Österreich und Zita von Bourbon-Parma, 1914.

Kaiser Karl I. von Österreich und Zita von Bourbon-Parma, 1914.

Vor allem offenbart es sich in der Vollkommen­heit Eurer Arbeit, ob sie nun technisch oder wis­senschaftlich, künstlerisch oder welcher Art auch sei. Die Arbeit Eurer Hände und Eures Geistes muß jenen Stempel der Vortrefflichkeit und Vollkommenheit an sich tragen, der sich nicht von heute auf morgen aneignen läßt, sondern die Feinheit der Seele und des Gewissens, des von Euren Ahnen ererbten und vom christlichen Ideal unaufhörlich genährten Denkens und Fühlens widerspiegelt.

Ebenso tritt es zutage in dem, was man die Humanität nennen kann, das heißt die Gegenwart, das Hervortreten des vollgültigen Menschen in allen Ausdrucksformen seiner Tätigkeit – auch der spezialisierten – in einer Weise, daß die Spe­zialisierung in seinem Fach nie zu einer Übertrie­benheit wird, daß sie die Allgemeinbildung weder verkümmern lasse noch zurückdränge, so eben, daß – musikalisch ausgedrückt – die Dominante weder die Harmonie zerstören noch die Melodie erdrücken darf.

Es zeigt sich außerdem in der Würde des ganzen Verhaltens und Benehmens, in einer Würde, die jedoch nicht herrisch auftritt, in einer Würde, die, weit entfernt, die Abstände zu betonen, sie nur im Notfall durchscheinen läßt, um den anderen einen höheren Adel der Seele, des Geistes und des Herzens einzuflößen.

Schließlich kommt es hauptsächlich zum Vor­schein im Sinn für höhere Sittlichkeit, Geradheit, Ehrlichkeit und Redlichkeit, in jenem Sinn, der jedes Wort und jede Tat prägen muß. Eine sitten­widrige oder sittenlose Gesellschaft, die den Un­terschied zwischen Gut und Böse in ihrem Ge­wissen nicht mehr empfindet und in ihren Hand­lungen nicht mehr hervortreten läßt, die vor der Schaustellung der Verderbtheit nicht mehr er­schaudert, ja, die sie entschuldigt, sich ihr neutral anpaßt, sie womöglich gar wohlgefällig aufnimmt, sie ohne Unruhe oder Gewissensbisse praktiziert, sie ohne Erröten offen zeigt, sich zu ihr herabwürdigt, die Tugend verlacht, eine solche Gesellschaft ist auf dem Weg zum eigenen Untergang.

Die hohe Gesellschaft Frankreichs im achtzehn­ten Jahrhundert ist dafür unter vielen anderen ein tragisches Beispiel. Nie war eine Gesellschaft feiner, eleganter, glänzender und bezaubernder. Die verschiedensten Ergötzungen des Geistes, eine intensive Verstandeskultur, eine äußerst verfeiner­te Kunst zu genießen, eine ausgesuchte Gepflegt­heit der Umgangsformen und der Sprache herrsch­ten in jener nach außen so höflichen und liebens­würdigen Gesellschaft, in der jedoch alles – die Bücher und Schriften, die Figuren und Geräte, die Kleider und Kopfbedeckungen – zu einer Sinn­lichkeit reizte, die in die Adern und in die Herzen eindrang, so daß selbst die eheliche Untreue nicht mehr Überraschung oder Empörung hervorrief. So arbeitete diese Gesellschaft selbst an ihrem eigenen Zerfall und rannte dem mit eigenen Händen gegrabenen Abgrund des Verderbens entgegen.

Deutscher Kardinal Clemens August  Graf von Galen (vollständig: Clemens Augustinus Joseph Emmanuel Pius Antonius Hubertus Marie Graf von Galen;) 16. März 1878 in Dinklage, Oldenburger Münsterland; † 22. März 1946 in Münster, Westfalen.

Es zeigt sich außerdem in der Würde des ganzen Verhaltens und Benehmens, in einer Würde, die jedoch nicht herrisch auftritt, in einer Würde, die, weit entfernt, die Abstände zu betonen, sie nur im Notfall durchscheinen läßt, um den anderen einen höheren Adel der Seele, des Geistes und des Herzens einzuflößen.  Deutscher Kardinal Clemens August Graf von Galen.

Ganz anders ist die wahre Vornehmheit: sie bringt in den gesellschaftlichen Beziehungen eine Demut voll Größe, eine Nächstenliebe ohne alle Selbstsucht, ohne alles Suchen des eigenen Vorteils zum Aufleuchten. Wir wissen wohl, mit welcher Güte und Liebenswürdigkeit, mit welcher Hingabe und Selbstverleugnung viele und besonders viele von Euch in diesen Zeiten unendlicher Nöte und Sorgen sich zu den Unglücklichen herabgebeugt, das Licht ihrer wohltätigen Liebe in allen fort­schrittlichsten und wirksamsten Formen auszu­strahlen verstanden haben. Dies ist gerade die andere Seite Eurer Sendung.

DAB

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Denn nichts steht trotz blinder und verleumde­rischer Vorurteile so schroff im Widerspruch zum christlichen Empfinden und zum wahren Sinn und Daseinszweck Eures Standes in allen Ländern, be­sonders aber hier in Rom, der Mutter des Glaubens und des gesitteten Lebens, wie der enge Kastengeist. Die Kaste spaltet die menschliche Gesell­schaft in Gruppen und Abteilungen, die durch un­durchdringliche Mauern voneinander getrennt sind. Die Ritterlichkeit, die Höflichkeit stammen überwiegend aus christlichem Geist. Dieser ist das Band, das ohne Wirrwarr und Unordnung alle Klassen miteinander vereint. Weit entfernt, Euch zu einer anmaßenden Absonderung zu verpflich­ten, drängt Euch Eure Herkunft vielmehr dazu, in alle sozialen Kreise einzudringen, um ihnen jene Liebe zur Vollkommenheit, zur inneren Kultur, zur Würde, jenes Gefühl mitleidender Solidarität zu vermitteln, das die Blüte der christlichen Bildung darstellt.

Welch eine edle Aufgabe hat die göttliche Vor­sehung Euch in der gegenwärtigen Stunde der Zer­rissenheit und des Hasses zugedacht! Erfüllt sie mit Eurem ganzen Glauben und mit Eurer ganzen Liebe!

Mit diesem Anliegen und zum Beweis Unserer väterlichen Glückwünsche für das bereits begon­nene Jahr erteilen Wir von Herzen Euch und allen Euren Familien Unseren Apostolischen Segen.[1]

[1] Utz-Groner, S. 1620-1626.

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Des düsseldorfer Schlosses Gemälde von August von Wille.

Des düsseldorfer Schlosses Gemälde von August von Wille.

Ihr habt, geliebte Söhne und Töchter, sicher nicht gewollt, daß Euch die derzeitigen Heimsu­chungen, die in den ruhigen Ablauf des familiären und gesellschaftlichen Lebens eingebrochen sind und ihn stören, davon abhalten könnten, wie in anderen Jahren, zu Uns zu kommen, um Uns, in kindlicher Verehrung die Ehre Eurer Glückwün­sche zu erweisen. Unsere tragische und schmerzliche Periode, voller Angst und Sorgen, legt uns allen schwere Pflichten auf, zwingt Uns zu Vorkehrun­gen und Vorsätzen in Anbetracht der notwendigen Wiederherstellung der menschlichen Gemein­schaft in einer ruhigen und friedlichen neuen Zeit, nach dem Ende der ungeheuren Umwälzungen auf dieser Erde. Niemals noch war es nötiger zu beten! Noch nie kamen Gelübde so gelegen! Mit der ganzen Liebe Unseres Herzens danken Wir Euch, die Ihr Uns mit den Worten Eures hervorragenden Wortführers, mehr noch, mit der Hilfe, die in Euren Absichten und Handlungen liegt, beschenkt habt. Wir wissen, daß Wir diese Hilfe immer bei Euch finden werden. Wenn das Haus brennt, ist es das erste, um Hilfe zu rufen, um das Feuer zu löschen. Nach der Katastrophe aber ist es geboten, die Schäden zu beheben und das Haus wieder aufzubauen.

Wir sind heute Zeugen eines der größten Brände der Weltgeschichte, einer der tiefgreifendsten po­litischen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die in der Geschichte vermerkt sind. Diesen Erschüt­terungen folgt jedoch eine neue Ordnung, deren Geheimnisse noch im Herzen und den Plänen Gottes verborgen sind. Eines Gottes, der vorsorg­lich den Ablauf der Geschehnisse und die Ziele der Geschichte der Menschheit lenkt.

Foto von Rama

Ist denn etwa die menschliche Gemeinschaft­ oder sollte sie es nicht so sein – zu vergleichen mit einer gut funktionierenden Maschine, bei der jeder Bestandteil zum harmonischen Funktionieren bei­trägt? Foto von Rama

Die Ereignisse auf dieser Welt fließen dahin, wie ein Strom an den Ufern der Zeit. Die Vergan­genheit räumt notgedrungen den Platz, und der Weg für die Zukunft und für die Gegenwart ist nichts weiter als ein flüchtiger Augenblick, der die beiden verbindet. Das ist einfach so, ein gesetzmäßiger Ablauf, an sich nichts Böses. Böse wäre es, wenn diese Gegenwart, die nur eine ruhige Welle mit Dahinfließen des Stromes der Zeit ist, sich in einen Brecher verwandelte, der alles, wie ein Taifun oder Zyklon, was auf seinem Wege liegt, zerstört und mit Urgewalt vernichtend, einen Graben aufwirft, zwischen dem, was war, und dem, was kommen soll. Solche wilde Sprünge, die die Geschichte in ihrem Ablauf macht, bilden das, was man eine Krise nennt, das heißt, eine gefährliche Periode, die zur Erlösung oder zum endgültigen Untergang führen kann. Krisen, deren Lösung noch geheim­nisvoll verhüllt, sich hinter den schwarzen Wolken der Kräfte in Aufruhr verbirgt.

Wer umsichtig und ernst die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit studiert, kann nicht be­streiten, daß es möglich gewesen wäre, was an Bösem geschehen ist, zu verhindern und der Welt­krise durch normales Vorgehen vorzubeugen. Das wäre geschehen, wenn jeder, mutig und anständig das getan hätte, wozu die Göttliche Vorsehung ihn bestimmt hat.

Ist denn etwa die menschliche Gemeinschaft­ oder sollte sie es nicht so sein – zu vergleichen mit einer gut funktionierenden Maschine, bei der jeder Bestandteil zum harmonischen Funktionieren bei­trägt? Jeder Mensch hat seine Bestimmung, jeder muß dem Fortschritt der Gemeinschaft dienen, deren Verbesserung er mit seinen ganzen Kräften und eigenen Talenten zu dienen hat. So muß es sein, wenn jeder wirklich seinen Nächsten liebt und vernünftigerweise das allgemeine Wohl anstrebt.

Nun gut, welche Aufgabe wurde Euch, geliebte Söhne und Töchter, in besonderer Weise zugeteilt? Welche Mission sollt Ihr erfüllen? Sicherlich jene, die normale Entwicklung zu fördern. Diese Aufgabe fällt bei einer Maschine dem Regler zu, dem Schwungrad oder dem Reostat, die Teile des Ganzen sind, von ihm einen Teil der Energie bezie­hen und dafür zu sorgen haben, daß der ganze Apparat zweckentsprechend funktioniert. Mit anderen Worten, Patrizier und Adelige, Ihr seid die Tradition und setzt sie fort.

Henri de la Tour d'Auvergne, Vicomte de Turenne (1611-1675).

Henri de la Tour d’Auvergne, Vicomte de Turenne (1611-1675).

Dieses Wort klingt bekanntlich unangenehm für viele Ohren. Es mißfällt und das mit Grund, wenn es von gewissen Lippen herkommt. Manche Leute verstehen es falsch, andere gebrauchen es als fal­schen Vorwand für ihren untätigen Egoismus. An­gesichts solcher Mißverständnisse und dramati­schen Uneinigkeit, gibt es nicht wenige neiderfüll­te und zahlreiche feindselige, böswillige Stimmen, oft auch schlicht dumme oder irrgeleitete, die Euch die Frage stellen und unverhüllt um Antwort bitten: wozu dient Ihr eigentlich? Um ihnen zu antworten, ist es vor allem nötig, den wirklichen Sinn und Wert der Tradition zu verstehen, deren Repräsentanten Ihr, mehr als alles andere, zu sein wünscht.

Viele meinen, auch aufrichtigerweise, daß Tra­dition nichts weiter als die Erinnerung ist, die ver­blaßte Spur einer Zeit, die vergangen ist und nicht mehr existiert, nicht wiederkehren kann und, be­stenfalls, mit Verehrung und vielleicht mit Anerkennung zur Aufbewahrung in einem von wenigen Freunden und Bewunderern besuchten Museum zurückverdrängt wird. Wenn das aber die Tradition wäre und es sich darauf beschränken und zugleich bedeuten würde, den Weg in die Zukunft ablehnen oder verachten zu wollen, wäre es sicher vernünf­tig, der Tradition Respekt und Verehrung zu versa­gen. Die wehmütigen Träumer der Vergangenheit müßten dann mit Mitleid gesehen werden, die ewig Gestrigen, vor der Vergangenheit und – mehr noch – der Zukunft. Aber strenger noch, müßten diejenigen beurteilt werden, die auf Grund ihrer wenig anständigen und sauberen Motive nichts weiter sind, als Deserteure der Pflichten, welche die so schmerzliche Gegenwart auferlegt.

Die neue Rüstung. Gemälde von Franz Eduard Meyerheim.

Gestützt auf die Tradition, erleuchtet und geführt durch die Lebenserfahrung der Alten, schreitet die Jugend mit festem Schritt vorwärts. Die Alten übergeben vertrauensvoll den Pflug in stärkere Hände, welche die begonnenen Furchen wei­terziehen. Die neue Rüstung. Gemälde von Franz Eduard Meyerheim.

Tradition ist aber viel mehr als nur einfache Anhänglichkeit an eine Zeit, die vergangen ist und genau das Gegenteil einer Haltung, die jedem ge­sundem Fortschritt mißtraut. Etymologisch beur­teilt, ist das Wort „Tradition ein Synonym für den Weg und den Mensch in die Zukunft, Synonym, aber nicht gleichbedeutend. Tatsächlich bedeutet „Fortschritt“ doch nichts anderes als die Tatsache des Fortschreitens, Schritt vor Schritt, mit Blick­richtung auf ein ungewisses Ziel. „Tradition“ hin­gegen, bezeichnet zwar auch einen Weg in die Zukunft, aber einen Weg, der fortsetzt, was schon zurückgelegt wurde, einen Weg, der gleichzeitig ruhig aber lebhaft, den Lebensgesetzen folgend, die ängstlichen Alternativen: si jeunesse savait, si vieillesse pouvait! [wenn die Jugend wüßte, wenn das Alter könnte], umgeht. Wie jener Herr de Turenne, von dem erzählt wird: „ll a eu dans sa jeunesse toute la prudence d’un age avancé, et dans sa vieillesse, toute la vigueur de la jeunesse“ [in seiner Jugend besaß er die Klugheit der Älteren und im vorgeschrittenen Alter, die ganze Kraft der Jugend]. (Flechier, Grabrede, 1676).

Gestützt auf die Tradition, erleuchtet und geführt durch die Lebenserfahrung der Alten, schreitet die Jugend mit festem Schritt vorwärts. Die Alten übergeben vertrauensvoll den Pflug in stärkere Hände, welche die begonnenen Furchen wei­terziehen. Wie das Wort schon sagt, ist die Tradi­tion eine Gabe, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, eine Fackel, die ein Läufer dem anderen übergibt, im Vertrauen darauf, daß der Lauf nicht stocken oder langsamer werden wird. Tradition und Fortschritt ergänzen sich gegenseitig harmonisch. Tradition ohne Fortschritt ist ebenso ein Widerspruch in sich selbst, wie Fortschritt ohne Tradition nichts weiter wäre, wie ein wagemütiges Unternehmen, ein Sprung ins Dunkel.

Es dreht sich wahrlich nicht darum, gegen den Strom zu rudern, zurückgehen zu wollen zu Le­bensformen und Handlungsweisen vergangener Zeiten. Es gilt fortzusetzen, was in der Vergangen­heit sich als das Beste erwiesen hat, der Zukunft entgegenzuschreiten mit der unüberwindlichen Kraft der Jugend.

René-Théophile-Hyacinthe Laennec. Gemälde von Théobald Chartran.

Es war ein großer Tag in der Geschichte der Medizin, als der berühmte Laennec, ein genialer und gläubiger Mensch, hilfsbereit über die Kranken gebeugt, mit dem von ihm erfundenem Stethoskop abhörend, den leisesten Hauch vernehmend, die fast unhörba­ren Geräusche der Lungen und des Herzens erklä­ren konnte. René-Théophile-Hyacinthe Laennec. Gemälde von Théobald Chartran.

Wenn Ihr so handelt, ist Eure glänzende Beru­fung bereits vorgezeichnet, groß und reich an Arbeit, für deren Erfüllung Euch der Dank aller sicher sein müßte und Euch über die Angriffe, von einer oder der anderen Seite, erhaben erweisen wird.

Solange Ihr, in Vorsorge für die Zukunft beab­sichtigt, zum wirklichen Fortschritt beizutragen, der eine gesündere und glücklichere Zukunft zum Ziele hat, wäre es ungerecht und undankbar, Euch Eure Verehrung der Vergangenheit als ehrrührig vorwerfen zu wollen. Das selbe gilt auch für das genaue Studium der Geschichte, die Liebe zu den frommen Gebräuchen und die unwandelbare Treue den ewigen Gesetzen gegenüber. Die ruhmreichen oder unglücklichen Beispiele derer, die vor unseren Zeiten lebten, sind Lehre und Licht auf Euren Wegen. Mit Recht wurde gesagt, daß die Lehren der Vergangenheit die Menschheit formen, wie einem Mann, der immer vorwärts schreitet und nicht altert. Ihr lebt in der modernen Gesellschaft nicht wie Immigranten in einem fernen Land, sondern als verdiente und geachtete Bürger, die mit ihren Mitbürgern zusammen arbeiten und die Ge­sundung, den Wiederaufbau und den Fortschritt in der Welt vorbereiten wollen.

Es gibt Schlechtes in der Gesellschaft, so wie es Schlechtes bei einzelnen Menschen gibt. Es war ein großer Tag in der Geschichte der Medizin, als der berühmte Laennec, ein genialer und gläubiger Mensch, hilfsbereit über die Kranken gebeugt, mit dem von ihm erfundenem Stethoskop abhörend, den leisesten Hauch vernehmend, die fast unhörba­ren Geräusche der Lungen und des Herzens erklä­ren konnte. Ist es aber nicht ebenso eine soziale Funktion erster Ordnung und von höchstem Inter­esse, unter das Volk zu gehen, um seine Erwartun­gen und die unklaren Verhältnisse der Zeitgenossen zu erkennen? Ihre Herzen schlagen zu hören, Heil­mittel für das allgemeine Elend zu suchen, vorsich­tig die Wunden zu behandeln, um sie zu retten und eine Infektion zu verhindern, die durch fehlende Fürsorge entstehen könnte und sie vor Berührung zu schützen, die die Wunden verschlimmern könnte?

Verstehen, um Christi Willen das Volk unserer Zeit zu lieben, dieses Verständnis und die Liebe durch Taten zu beweisen, das ist die Kunst, in hohem Maße Gutes zu tun, wozu Ihr berufen seid! Nicht nur in Eurem engeren Kreise, sondern fast ohne Grenzen, in dem genauen Augenblick, da Eure Erfahrungen zum Vorteil aller gereichen. Es ist auf diesem Gebiet, wo so viele noble Seelen, begeistert und enthusiastisch, bereit sind, eine soziale christliche Ordnung zu erwecken und aus­zubreiten!

Nicht wenig beleidigend für Euch und schädli­cher für die Gesellschaft wäre das ungerechte und unbegründete Vorurteil, welches dem Patriziat und dem Adel unterstellte, daß sie ihre Ehre und die ihres Standes beschmutzen würden, wenn sie Funktionen und Ämter übernehmen, die zu alltäg­lichen Tätigkeiten führen. Sicherlich war zu anderen Zeiten die Ausübung von einfachen Berufen durch Adelige nicht als ehrenvoll angese­hen, mit Ausnahme des Waffendienstes. Aber selbst damals zögerten nicht wenige Edelleute, sobald die Verteidigung des Gemeinwesens ihnen Zeit dazu ließ, nicht davor, sich intellektuellen Tätigkeiten oder dem Handwerk zu widmen. So ist es auch jetzt, unter geänderten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen nicht selten, die Namen großer Familien in Verbindung mit Fort­schritten in den Wissenschaften, der Industrie und Landwirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung oder der Regierung zu hören. Diese Männer sind umso aufmerksamere Beobachter der Gegenwart, sichere und mutige Pioniere des Fortschrittes, als sie mit fester Hand sich an die Lehren der Vergan­genheit halten, die Erfahrungen ihrer Vorfahren nützen und sich vor Illusionen und Irrtümern hüten, welche die Ursache von vielen falschen und schädli­chen Unternehmungen vergangener Zeiten waren.

Päpstliche Audienz von König Albert I. von Belgien und Königin Elisabeth.

Päpstliche Audienz von König Albert I. von Belgien und Königin Elisabeth.

Behüter – die Ihr sein wollt – echter Traditionen, die Eure Familien auszeichnen – Ihr habt die Mission und den Ruhm, zur Rettung des mensch­lichen Zusammenlebens beizutragen. Ihr sollt es bewahren, vor der Unfruchtbarkeit, zu welcher es die melancholischen Bewunderer verdammen würden, die allzusehr am Vergangenen hängen. Aber ebenso auch vor der Katastrophe, in die es gefährliche Abenteurer und verblendete Propheten eines fragwürdigen und trügerischen Fortschrittes führen würden. In Euren Werken wird, über und in Euch, das Bild der Göttlichen Vorsehung erschei­nen, die kraftvoll und doch mit Sanftmut alle Dinge entscheidet und zur Vollendung bringt (Weish. 8, 1). Dies geschieht, wenn sich nicht die Verrücktheit menschlichen Stolzes ihren Absichten entgegenstemmt, die aber trotzdem immer stärker als das Böse, das Unvorhersehbare und die Zufälligkeiten sind. So werdet Ihr auch wertvolle Mitarbeiter der Kirche sein, die – auch inmitten von Unruhe und Konflikten – für den geistigen Fortschritt der Völker wirkt, die Stadt Gottes auf Erden, die Vor­bereitung der Ewigen Stadt.

Für diese fruchtbringende und fromme Aufgabe – Wir sind Uns dessen sicher, daß Ihr für sie mit festem Vorsatz, Eifer und Hingabe arbeiten werdet, die mehr denn je in diesen ernsten Zeiten nötig sind – erbitten Wir die reichsten himmlischen Gnaden. Und Wir erteilen Euch, von ganzem Herzen, Euch und Euren geliebten Familien, nah und fern, den Gesunden und den Kranken, den Gefangenen und Verstreuten, jenen, die großen Schmerzen und Ge­fahren ausgesetzt sind, Unseren väterlichen, Apo­stolischen Segen.[1]

[1] Discorsi e Radiomessaggi di Sua Santità Pio XII, Tipografia Poliglotta Vaticana, 19.1.1944, S. 177-182.

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Foto von mexikanische Präsident Plutarco Elías Calles.

Foto von mexikanische Präsident Plutarco Elías Calles.

Die Gegenrevolution darf nichts unversucht lassen, auch die Massen für sich zu gewinnen. Kurzfristig jedoch soll dies keineswegs ihr Hauptziel sein. Wenn daher die große Mehrheit nicht auf seiner Seite steht, so ist dies für den Gegenrevolutionär noch lange kein Grund zur Verzweiflung. Eine genauere Geschichtsanalyse zeigt nämlich, daß es keineswegs die Massen waren, die die Revolution gemacht haben. Sie haben die Richtung der Revolution immer nur eingeschlagen, weil hinter ihnen revolutionäre Eliten standen.

Josef Speckbacher, Gemälde von Albin Egger-Lienz

Josef Speckbacher, Gemälde von Albin Egger-Lienz

Hätten diese Eliten in die entgegengesetzte Richtung tendiert, so wären die Massen wahrscheinlich auch in die Gegenrichtung gegangen. Eine objektive Analyse der Geschichte zeigt, daß der Faktor Masse eine zweitrangige Rolle spielt. Wirklich wichtig ist die Bildung der Eliten. Für diese Aufgabe aber kann der Gegenrevolutionär stets mit den Mitteln seiner individuellen Einwirkung gerüstet sein und damit gute Ergebnisse erzielen, möge er auch manchmal mit dem Mangel an materiellen und technischen Hilfsmitteln zu kämpfen haben.

Plinio Corrêa de Oliveira, Revolution und Gegenrevolution, 86-7.
RCR
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Unser Herr Jesus Christus wollte als Edler geboren werden. Er selbst liebte die Aristokratie

31 December 2015

Aus der Ansprache Papst Pius’ IX. an das Patriziat und an den römischen Adel vom 29. 12. 1872: „Jesus Christus selbst liebte die Aristokratie. Und, wenn Wir uns nicht irren, haben Wir Euch schon einmal den Gedanken erklärt, daß Er auch als Edler geboren werden wollte, aus dem Stamme Davids. Sein Evangelium teilt uns Seinen […]

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Desktop Bildschirmhintergrund

17 December 2015

Zur Einfügung eines dieser Hintergrundbilder: auf die gewünschte Größe klicken und das Bild auf dem Computer speichern. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Desktop —  im Menu “Eingeschaften” auswählen — zum Desktop gehen und auf die Tabulatortaste klicken — das ausgewählte Hintergrundbild abrufen und öffnen — Hintergrundbild positionieren (Mitte, Kachel oder ausgedehnt) —  auf OK klicken und schon ist das Bildschirmhintergrundbild […]

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Ansprache vom 11 Januar 1943

17 December 2015

Wie könnten Wir, geliebte Söhne und Töchter, auf die heißen Glückwünsche, die das erhabene Wort Eures erlauchten Sprechers in eurem Namen Uns dargebracht hat, nicht antworten mit den Wünschen, die Wir für Euch zu Gott empor senden? In diesem Augenblick empfinden Wir einen süßen Trost, eine tiefe Freude, die nicht von der Traurigkeit der gegenwärtigen […]

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Pius’ XII – Ansprache vom 5. Januar 1942

3 December 2015

Die Glückwünsche, die Euer erlauchter Sprecher, geliebte Söhne und Töchter, mit erhabenen Worten Uns vorgetragen hat, wollen in Eurem Geist vor allen Dingen die kindliche Anhänglichkeit an den Apostolischen Stuhl zum Ausdruck bringen, die Euren Glauben beseelt und der schönste Ruhm des römischen Patriziats und Adels ist. Wir danken Euch hochherzig und lebhaft dafür. Und […]

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Pius’ XII – Ansprache vom 5. Januar 1941

19 November 2015

Eine Quelle inniger und väterlich Freude für Unser Herz, geliebte Söhne und Töchter, Eure willkommene Schar zu sehen, die Uns am Beginn des Jahres umgibt. Eines Jahres, mit nicht weniger furchterregenden Aussichten, als es das eben vergangene war. Ihr habt Euch versammelt, um Uns, über Euren hervorragenden Wortführer, kindlichherzliche Glückwünsche zu übermitteln. Diese Glückwünsche, in […]

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Pius’ XII – Ansprache vom 8. Januar 1940

5 November 2015

Ein zweifaches Geschenk haben Patriziat und Adel von Rom Uns an der Schwelle des neuen Jahres anläßlich des heutigen Empfanges machen wollen: das sehr willkommene Geschenk Eurer Gegenwart und damit zugleich das Geschenk der ergebenen Glückwünsche, geschmückt – einer Blüte vergleichbar – mit dem Zeugnis der ererbten Treue zum Heiligen Stuhl, wofür die ehrfurchtsvollen und […]

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In der Gesellschaft muß es Herrscher und Untertanen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Reiche und Arme, Gelehrte und Unwissende, Adelige und Nichtadelige geben

11 February 2015

Im Erlaß Fin dalla Prima vom18.12.1903, faßt der hl. Papst Pius X. in folgender Weise die Lehre Papst Leos XIII. über die sozialen Unterschiede zusammen: “I. Die menschliche Gesellschaft – wie Gott sie eingerichtet hat – ist aus verschiedenen Elementen zusammengesetzt, so wie der menschliche Körper aus verschiedenen Gliedern besteht; sie alle gleich zu machen, […]

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Weihnachten

24 December 2012
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Geschürter Volkszorn

16 October 2012

Am 21. Oktober 1789 rottete sich das Volk vor dem Hause des Bäckers François zusammen: eine alte Frau klagte, er halte viel Brot verborgen. Die Nachbarn riefen vergebens, er sei ein Ehrenmann, er tue vieles für die Armen, er backe täglich in sieben Öfen und verweigert niemanden Brot. Das Volk wollte nichts hören. Die Bürgerwehr […]

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In memoriam S.k.u.k.H. Erzherzog Otto von Österreich (1912 – 4.Juli 2011)

3 July 2012

Versehen mit den Sterbesakramenten, entschlief Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Dr. Otto von Habsburg-Lothringen in den frühen Morgenstunden des 4. Juli 2011 friedlich im Kreise seiner Familie bei sich zu Hause in der Villa Austria in Pöcking bei Starnberg, Bayern. Geboren am 20. November 1912 in Reichenau, Niederösterreich, war Erzherzog Otto von Österreich der Erstgeborene […]

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