Ein hochmütiger Mensch, der sich der Autorität eines anderen zu unterwerfen hat, haßt an erster Stelle das Joch, das direkt auf ihm lastet. An zweiter Stelle haßt der Hochmütige ganz allgemein alle Autorität und jedes Joch und mehr noch das Prinzip der Autorität an sich. Anarchie Und da er jede Art von Autorität haßt, erfüllt ihn auch jede Überlegenheit in irgendeinem geordneten Zusammenhang mit Haß. Und in all dem steckt ein wahrer Haß Gott gegenüber 23. Dieser Haß gegen alle Ungleichheit hat bereits soweit geführt, daß selbst hochgestellte Personen infolge dieses Hasses die errungene Stellung auf Spiel gesetzt und sogar verloren haben, nur weil sie sich nicht einer übergeordneten Autorität unterworfen sehen wollten. LeninSpeakingtoCrowd Auf dem Höhepunkt seiner Virulenz kann der Haß den Menschen sogar dazu bringen, für die Anarchie zu kämpfen und die ihm etwa angebotene höchste Macht zurückzuweisen, denn allein schon die Tatsache, daß es diese Macht gibt, beinhaltet ja die Behauptung des Autoritätsprinzips, dem sich jeder Mensch als solcher – auch der Hochmütige – zu unterwerfen hat. Somit kann der Hochmut zu einem radikalen, vollkommenen Egalitarismus führen. 23) Vgl. 1 Joh 2,16.

RCR

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Plinio Corrêa de Oliveira, Revolution und Gegenrevolution, VII. KAPITEL, # 3, P1.

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Der Times Square von New York in nächtlicher Beleuchtung. Alle Mittel der Lichtwerbung werden hier aufgeboten, um die Passanten zu betören, von allen Seiten her ihre Aufmerksamkeit zu wecken, sie auf vielfältiger Weise zu reizen, um sie zuletzt zu überzeugen, etwas zu kaufen, was sie normalerweise eigentlich garnicht kaufen würden.

Das ist nur ein Aspekt eines Lebens der ständigen Hektik in den großen modernen Metropolen.

New York Times Square

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Das berühmte Bild von Fra Angelico, auf dem er den meditierenden hl. Dominikus darstellt, steht in prallem Kontrast zum ersten Bild.

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St. Dominikus

Wäre es den Einwohnern unserer heutigen babylonischen Städte möglich diese wunderbare geistige Entspanntheit, die die Seele in die Lage versetzt, sich in die höheren Gefilde des Studiums und der Betrachtung zu erheben? Wer sieht nicht, dass die moderne Hektik die Mehrheit der Menschen fernhält von dem Wunsch an Zurückgezogenheit und Sammlung in Gott, um zu beten und meditieren?

Crowds

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Der hl. Augustinus sagt, im Himmel „werden wir stille sein und schauen, schauen und lieben, lieben und loben. Das ist’s, was dereinst sein wird, an jenem Ende ohne Ende.“ („Vom Gottesstaat“, Buch 22, Kap. 30)

Bereitet die moderne Hektik die Menschen darauf vor, diese Freude im Himmel zu verstehen und sich nach ihr zu sehnen?

Catolicismo, n. 120 – Dezember 1960

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Die von der Französischen Revolution verbreitete Freiheit und Gleichheit: trügerische Begriffe, ausgesät von äußerst perfiden Philosophen.

Papst Pius VI

Papst Pius VI

Papst Pius VI. hat wiederholte Male die falsche Auffassung von Freiheit und Gleichheit verurteilt. Im geheimen Konsistorium vom 17. Juni 1793 zitierte er in seiner Erklärung den Wortlaut der Enzyklika Inscrutabile Divinae Sapientiae vom 25. Dezember 1775 wie folgt:

„’Diese äußerst perfiden Philosophen wagen es sogar, all jene Bande aufzulösen, durch welche die Menschen untereinander und mit ihren Vorgesetzten verbunden sind und zur Pflichterfüllung angehalten werden. Und so fordern und verkünden sie bis zum Überdruß, daß der Mensch frei geboren und keinerlei Herrschaft unterworfen sei; die Gesellschaft sei dementsprechend nichts anderes als eine Ansammlung dummer Menschen, die sich in ihrem Schwachsinn vor den Priestern niederwerfen, die sie betrügen, und vor den Königen, die sie unterdrücken.

Georges Jacques Danton, Jean Paul Marat & Maximilien de Robespierre

Georges Jacques Danton, Jean Paul Marat & Maximilien de Robespierre

Das Zusammenwirken von Priestertum und Herrschaft komme deshalb im Grunde einer ungeheuren Verschwörung gegen die angeborene Freiheit des Menschen gleich.’ Diesem falschen und trügerischen Wort Freiheit haben diese eitlen Verteidiger des Menschengeschlechts eine wei­teres, ebenso betrügerisches Wort zugesellt, die Gleichheit. Als ob es unter den in Gesellschaft zusammengeführten Menschen infolge der Tatsache, daß sie verschiedenen Willensregungen unterworfen sind und sich jeweils nach der Eingabe des eigenen Wünschens auf mannigfaltige und ungewisse Art bewegen, nicht jemanden geben müsse, der kraft seiner Autorität und Macht die Oberhand behält, zwingt und regiert und auch die in die Pflicht nimmt, die sich regelwidrig verhalten, damit nicht die Gesellschaft selbst unter dem dreisten und widerspruchsvollen Ansturm unzähliger Leidenschaften in Anarchie verfällt und sich völlig auflöst.

menzel

Ähnlich ist es ja auch mit der Harmonie, die sich aus dem Einklang vieler Töne zusammensetzt, ohne die rechte Zusammensetzung von Saiten und Stimmen jedoch in ungeordnete, mißtönende Geräusche auseinander fällt“.[1]

[1] Pii VI Pont. Max.. Acta, Typis S. Congreg. de Propaganda Fide, Rom, 1871, Bd. II, S. 26-27.

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Ansprache vom 15. Januar 1949

2 June 2016

Die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel sind für die christlichen Familien eine stets mit Freude benützte Gelegenheit, die Bande der Liebe enger zu knüpfen und die gegenseitige Zuneigung durch Glückwünsche und durch die wechselseitige Zusicherung von Gebeten zu bekunden. Diese Freude erleben wir heute, da Ihr nach altem Brauch gekommen seid, geliebte Söhne und Töchter, um […]

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Die Freude, die der Teufel verspricht, die gibt er nicht

19 May 2016

Von Plinio Corrêa de Oliveira Die nebenstehende Szene wurde nach einem Gewitter auf der Insel Ischia aufgenommen. Die Natur zeigt sich wieder von ihrer heiteren Seite. Eine schon betagte Bäuerin geht mit ihren Kindern oder vielleicht ihren Enkeln den Hang hinauf. Der Weg ist nicht asphaltiert, an den Seiten gibt es keine Kinos, keine Bars, […]

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Ansprache vom 14. Januar 1948

5 May 2016

Geliebte Söhne und Töchter! Wenn auch die schwierigen Zeitumstände Uns dazu veranlaßt haben, der gewohnten und traditio­nellen Audienz für Euch einen anderen, äußeren Rahmen zu geben, verlieren weder die Annahme Eurer ehrerbietigen Wünsche noch der Ausdruck Unserer Glückwünsche für Euch und Eure Fami­lien etwas von ihrem wesentlichen Wert und ihrer tiefen Bedeutung. So wie das […]

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Der Sieg von Eleganz und Geschicklichkeit über Kraft und Materie

21 April 2016

Von Plinio Corrêa de Oliveira Als Graf S. K. Potocki (1752-1821), ein polnischer Adliger, an einer Jagd auf den Gütern des Königs von Neapel teilnahm, wurde ihm ein Pferd gezeigt, dass als unzähmbar galt. Der Graf legte sofort seinen Mantel ab und sprang auf das wilde Tier, das sich sofort von ihm bezwingen ließ. Der […]

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Ansprache vom 8. Januar 1947

7 April 2016

Die Huldigung Eurer Ergebenheit und Eurer Treue sowie die Glückwünsche, die Ihr, geliebte Söhne und Töchter, jedes Jahr nach alter Sitte Uns darzubringen kommt und die durch Euren hohen Sprecher so glücklich zum Ausdruck gebracht wurden, sind Unserem Herzen stets mit Freude willkommen. Sie pflegen naturgemäß die Gedan­ken und Besorgnisse widerzuspiegeln, die in ver­schiedenem Maße […]

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Jerusalem, Jerusalem!

24 March 2016

Von Plinio Corrêa de Oliveira Eine antiegalitäre Betrachtung des Universums zeigt uns, wie es wahrhaftig ein Königshof mit vielen unterschiedlichen Adeligen ist: einige sind adeliger, weil sie mehr Adel in ihrem Wesen haben und andere sind weniger adelig, weil sie weniger Adel in ihrem Wesen haben. Jemand könnte mich bitten: „Aber geben Sie doch ein […]

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Ansprache vom 16. Januar 1946

10 March 2016

In den verflossenen Jahren, geliebte Söhne und Töchter, waren Wir gewohnt, nach der väterlichen Entgegennahme der Wünsche, die Euer erlauchter Sprecher bei dem gegenwärtig wiederkehrenden Anlaß in Eurem Namen mit so tiefem Gefühl und so edlen Bekundungen des Glaubens und der kind­lichen Ergebenheit Uns darzubringen pflegt, Unserem Dank einige Empfehlungen hinzuzufü­gen, die jeweils durch die […]

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Revolution, Gegenrevolution und Diktatur

25 February 2016

Die hier angestellten Überlegungen in bezug auf den Standpunkt der Revolution und des katholischen Denkens gegenüber den verschiedenen Regierungsformen werden bei manchem Leser zu der Frage führen, ob die Diktatur ein Element der Revolution oder der Gegenrevolution ist. Um auf diese Frage, für die bereits so viele unklare, ja sogar tendenziöse Lösungen angeboten wurden, eine […]

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Die Unbesiegbarkeit der Gegenrevolution

11 February 2016

Wenn die Menschen sich zur Zusammenarbeit mit der Gnade Gottes entschließen, ereignen sich die Wunder der Geschichte: So kam es zur Bekehrung des römischen Reiches, zur Entstehung des Mittelalters, zu der von Covadonga ausgehenden Rückeroberung Spaniens; alle diese Ereignisse sind das Ergebnis großer Wiedererweckungen der Seelen, für die auch ganze Völker empfänglich sind. Diese Art […]

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Ansprache vom 14. Januar 1945

28 January 2016

Noch einmal inmitten der Erschütterungen, Ver­luste und Sorgen aller Art, die heute die Mensch­heitsfamilie peinigen, seid Ihr, geliebte Söhne und Töchter, gekommen, um Uns die ergebenen Glück­wünsche darzubringen, die Euer erlauchter Spre­cher mit edlen Gefühlen und gewählten Worten vorgetragen hat. Dafür danken Wir Euch von Herzen wie auch für die Gebete, durch die Ihr in […]

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