Henrietta Howland Robinson Green, genannt Hetty, (1834 -1916) war eine amerikanische Geschäftsfrau während der großen Blütezeit der amerikanischen Wirtschaft vor dem Ersten Weltkrieg. Sie gilt als die erste große Geschäftsfrau der Wall Street und wurde oft als „Witch of Wall Street“ bezeichnet, weil sie für zwei Dinge besonders bekannt war: ihre Fähigkeit Geld zu verdienen und die Unfähigkeit, es wieder auszugeben. Trotz ihres Reichtums aß sie immer in den billigsten Restaurants und trug stets die gleichen Kleider.

Dieser Widerstreit zwischen entgegengesetzten Regeln ist nicht neu. Schon seit langer Zeit reflektiert die Geschichte zwei Seiten, zwei Lebensstile, zwei wirtschaftliche Ansätze, die sich gleichsam miteinander in einem ständigen Kampf befinden.

Auf der einen Seite sehen wir die Herrschaft des Geldes, beruhend auf einer Reihe säkularer Werte wie Quantität, Funktion, Effizienz und Nutzen. Diese Regel neigt dazu, die gesamte Realität ausschließlich unter den Gesichtspunkten von Eigennutz, materiellem Wert und Produktionskraft zu sehen.

Der Thronfolger Gemälde von Georg Vogel.

Auf der anderen Seite herrscht eine andere Regel, aufgebaut auf einer eigenen Wertordnung, die der Herrschaft des Geldes entgegengesetzt ist. Es ist nicht ganz leicht, dieser anderen, entgegengesetzten Seite einen Namen zu geben. Viele Autoren, die darüber geschrieben haben, haben Begriffe wie „Moral”, „Status” oder „Menschlichkeit” zu ihrer Beschreibung verwendet. Als ihre Attribute führen sie Tugend, Tradition oder Prestige an. Leider haben jedoch die überwältigenden Veränderungen, die unsere industrialisierte Gesellschaft mit sich gebracht hat, die Bedeutung dieser Begriffe so stark unterminiert, dass es schwierig geworden ist, ein einziges Wort zu finden, das diese Regel ausreichend charakterisieren könnte.

Wir sind der Meinung, dass der Begriff Ehre diese Regel am besten beschreibt, da er von der brutalen Gleichmacherei der Moderne verhältnismäßig weniger tief in den Schmutz gezogen wurde als viele andere, verwandte Begriffe. Das Wort Ehre vermittelt nach wie vor authentische Wertschätzung allen anderen gegenüber – ein Klima von Respekt, Zuneigung und Höflichkeit innerhalb der Gesellschaft und damit Eigenschaften, die weit über dem stehen, was streng materiell, funktional und praktisch ist.

Gemälde von Paul Eugène Gorge.

Indem wir Ehre anstelle anderer Begriffe wie z.B. Prestige verwenden, können wir Missverständnisse vermeiden, die aus Assoziationen dieses Begriffs mit Prahlerei, Eitelkeit oder Stolz entstehen könnten. Das Wort Ehre hingegen vermittelt die Idee von Werten, die nicht gekauft oder verkauft werden können. Es schafft die Atmosphäre von Ruhe und Mäßigung, die wir anstreben.

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Rückkehr zur Ordnung: Von einer hektischen, getriebenen Wirtschaft zu einer organischen christlichen Gesellschaft Von John Horvat II, Kapitel 38, Pgs. 265-266

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Die heilige Elisabeth von Portugal

Im Leben der heiligen Isabella, Königin von Portugal (1274-1336), finden wir folgende Bege­benheiten, welche die mildtätigen Züge ihres Charak­ters hervorheben:

„Besondere Fürsorge widmete die Heilige den Personen, die, als Edelleute begütert gelebt haben und herunter gekommen waren, wobei die Scheu zu betteln, ihre Not und ihr Elend noch vermehrt hat. Diesen Armen half sie mit großer Freigebigkeit und gleicher Verschwiegenheit und Zurückhal­tung, damit die Armen Hilfe erhielten, ohne be­schämt zu werden.

Für die Kinder der armgewordenen Edelleute unterhielt sie in ihrer Residenz ein besonderes Heim, in dem diese, ihrem hohen Stande entspre­chend, aufwuchsen. Armen Jungfrauen guten Rufes gab sie eine Mitgift, damit sie heiraten könnten und freute sich darüber, mit ihren königli­chen Händen, den Brautputz herzurichten. Viele Waisen, Töchter ihrer eigenen Vasallen, nahm sie bei sich auf, erzog sie und, wenn sie heira­teten, gab sie ihnen eine reiche Mitgift und schmückte sie mit ihrem eigenen Schmuck am Tage der Hochzeit. Und damit nicht, zugleich mit ihrem Leben, diese Wohltaten ihrer Güte zu Ende gingen, errichtete sie in ihrem Kloster der Heiligen Clara einen Fonds, durch den adelige Waisen versorgt wurden und hinterließ die Verfügung, daß ein Teil ihres Schmuckes, den sie dem Fonds vermachte, den vorgenann­ten Jungfrauen als Brautschmuck auszuleihen wäre.[1]

[1] J. Le Brun, Santa Isabel, Rainha de Portugal, Livraria Apostolado da Imprensa, Porto, 1958, S. 127-128.

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Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten in den Ansprachen Pius’ XII. an das Patriziat und an den Adel von Rom von Plinio Corrêa de Oliveira, Dokumente III, Nr. 2 , pg. 327

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„Klerus, Adel und Volk“. Diese Dreiheit erinnert natürlich an die repräsentativen Versammlungen, die für das Funktionieren vieler Monarchien des Mittelalters und des Ancien Régime kennzeichnend sind: die Cortes (Ständeversammlungen) in Portugal und Spanien, die Generalstaaten in Frankreich, das Parlament in England usw.

Diese Versammlungen stellten eine rechtsgültige Vertretung der Nation dar, denn sie gaben getreulich die gesellschaftliche Gliederung wider.

Während der Aufklärung begannen andere politische und soziale Anschauungen maßgebliche Bereiche in den Ländern Europas für sich einzunehmen. Unter der Einwirkung eines falsch verstandenen Freiheitsbegriffes bewegte sich der alte Kontinent auf die Zerstörung der Zwischenglieder, die völlige Laizisierung des Staates und der Nation sowie auf die Bildung unorganischer Gesellschaften zu, die sich allein an einem quantitativen Kriterium ausrichteten: an der Zahl der Stimmen.

Dieser Wandel, der sich von den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts bis in unsere Tage erstreckt, begünstigte auf gefährliche Weise die Verkümmerung des Volkes zur Masse, worauf Papst Pius XII. in weiser Erkenntnis hinweist.

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Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten in den Ansprachen Pius’ XII. an das Patriziat und an den Adel von Rom von Plinio Corrêa de Oliveira Kapitel IV, Nr. 1, Pg. 35

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Ein Fest der Ehre und des Friedens

3 January 2019

Von Plinio Correa de Oliveira „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede unter den Menschen guten Willens“ (Lk 2, 14). Jedem Katholiken, der sich in die Betrachtung des heiligen Weihnachtsfestes vertieft, kommen über kurz oder lang die harmonievollen, erleuchteten Worte in den Sinn — fast würden wir sagen ins Ohr — mit […]

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Weihnachten und Fatima: Scheinbare „Utopien“, glänzende Wirklichkeiten

20 December 2018

Von Plinio Corrêa de Oliveira Unsere feste Überzeugung des universalen Triumphes der Katholischen Kirche und einer bevorstehenden Wiederherstellung der christlichen Ordnung, könnte in Vielen einen – klaren oder unbewussten – Einwand aufkommen lassen: Wenn wir den enormen Verfall der Gegenwart betrachten, sind diese Hoffnungen nicht ein utopischer Traum, eine Phantasie, die sich nicht verwirklichen lassen? […]

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Weihnachtslieder

20 December 2018

 

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Das Glaubensbekenntnis des hl. Petrus Canisius

6 December 2018

Hl. Petrus Canisius S.J. (1521-1597), Niederländer und erster deutscher Jesuit der Deutschen Jesuitenprovinz, wird von der katholischen Kirche als der zweitwichtigste Apostel des katholischen Glaubens in Deutschland angesehen. Wegen der Klarheit und Eloquenz mit der er die Ansichten der Nicht-Katholiken bekämpfte, wurde er der „Hammer der Ketzer“ genannt. Er wurde von Papst Pius XI. 1925 […]

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Ball der Stadt Wien 1904

22 November 2018

Ein Empfang im Rathaus auf Einladung des Wiener Bürgermeisters. Im neugotischen Prunksaal bewegen sich Bürger, Militär und Aristokraten. Die Damen der Wiener Gesellschaft treffen mit Stadtbeamten und kirchlichen Würdenträgern zusammen. Die Eleganz und das Raffinement der Damentoilette entsprechen der Schönheit der prächtigen Uniformen. Man spricht halblaut begleitet vom Rascheln der Seide und der Fächer. Die […]

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Der Salon der Prinzessin Mathilde Bonaparte

8 November 2018

Rue de Courcelles, Paris, 1859 Sébastien Charles Giraud Château de Compiègne, Oise, Frankreich / Giraudon / The Bridgeman Art Library Prinzessin Mathilde liebte es, die verschiedensten Vertreter der Elite wie Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler um sich zu versammeln. „Dieser Salon ist der wahre Salon des 19. Jahrhunderts“, schrieben die Brüder Goncourt in ihrer Zeitschrift. Das gemütliche […]

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Die Person des Jakob im Lichte der Andacht zur Muttergottes

18 October 2018

Von Plinio Corrêa de Oliveira Die Abhandlung von der wahren Andacht zu Maria vom hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort – VIII. Teil KAPITEL – DAS BIBLISCHE VORBILD DER GANZHINGABE: REBEKKA UND JAKOB Kommentare von Plinio Corrêa de Oliveira In den Absätzen 184 bis 212 deutet der hl. Ludwig die Person des Jakob im Lichte […]

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Rückkehr zur Ordnung: Kindle Edition!

4 October 2018

Rückkehr zur Ordnung: Von einer hektischen, getriebenen Wirtschaft zu einer organischen christlichen Gesellschaft   Kindle Ebook – Jetzt als Download verfügbar. Rückkehr zur Ordnung beschäftigt sich mit Themen, die nicht nur in Amerika, sonder überall auf der ganzen Welt aktuell sind. Die moderne Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise und dieses Buch identifiziert auf originelle […]

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Im Namen Christi Zu Sterben Oder Zu Töten Ist Nicht Verbrecherisch Sondern Glorreich

20 September 2018

Über die Zulässigkeit des Krieges gegen die Heiden hat der heilige Bernhard folgende leidenschaftlichen Worte geprägt: „Die Ritter Christi können mit ruhigem Gewis­sen den Kampf für den Herren führen, sie müssen keinesfalls, weder die Sünde des Todes des Feindes wegen, noch die Gefahr des eigenen Todes fürch­ten, denn in diesem Falle ist der erlittene Tod […]

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Die Ermordung der Prinzessin von Lamballe

6 September 2018

Am 3. September um 10 Uhr morgens kam die unglückliche Lamballe vors Gericht. Maria Theresia Louise von Savoyen-Carignan, geboren den 17. September 1749, seit dem Tode ihres Gemahls, Ludwig Alexander Josef Stanislaus von Bourbon-Penthièvre, Prinzen von Lamballe, nicht mehr vermählt, war sie Obersthofmeisterin der Königin (Marie Antoinette), welche sie wie eine Freundin liebte, und darum […]

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