Doña María del Rosario Cayetana Fitz-James Stuart y Silva, die 18. Herzogin von Alba de Tormes, Grande von Spanien.

Ebenso schädlich wäre es für Adel und Bürgertum, sich in Verhalten und Kleidung gemein zu machen, um auf diese Weise die Revolution zu entwaffnen. Eine gesellschaftliche Autorität, die sich entwürdigt, ist schalgewordenem Salz zu vergleichen. Man kann es nur wegwerfen, und die Vorübergehenden werden es zertreten 19. In den meisten Fällen wird die Masse gerade dies voller Verachtung auch tun.

Indem die oberen Schichten so die eigene Stellung mit Würde und Nachdruck verteidigen, sollen sie doch gleichzeitig auch mit den anderen direkt und freundlich verkehren, denn allein aus der Ferne geübte Nächstenliebe und Gerechtigkeit reichen nicht aus, um zwischen den Klassen der wahren christlichen Liebe entsprechende Beziehungen entstehen zu lassen.

Besonders die Besitzenden sollten nicht vergessen, daß viele Menschen bereit sind, das Privateigentum (dem neben dem individuellen Recht natürlich auch eine soziale Funktion zukommt) gegen den Kommunismus zu verteidigen, weil es sich um ein Prinzip handelt, das von Gott gewollt ist und dem Naturgesetz entspricht. Das Prinzip hat jedoch sowohl für das Eigentum des Arbeitgebers als auch für das des Arbeitnehmers zu gelten. Wenn also im Namen dieses Prinzips der Kommunismus bekämpft wird, so hat dasselbe auch den Arbeitgeber dazu zu zwingen, das Anrecht des Arbeiters auf einen gerechten Lohn zu respektieren, damit dieser hiermit die eigenen Bedürfnisse und die seiner Familie befriedigen kann. Darauf muß hingewiesen werden, damit deutlich wird, daß die Gegenrevolution nicht nur die Rechte der Arbeitgeber sondern eben beider Klassen verteidigt. Es geht ihr ja nicht um die Interessen von Gruppen oder Gesellschaftsschichten, sondern um Prinzipien.

19) Vgl. Mt 5, 13

Revolution und Gegenrevolution, von Plinio Corrêa de Oliveira. Zweiter Teil, XI. KAPITEL, 1-A.

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A. Die Legitimität schlechthin

Es gibt eine Legitimität höheren Ranges, die eine jede Ordnung der Dinge angeht, in der das Königtum Christi, Vorbild und Ursprung der Rechtmäßigkeit allen Königtums und aller irdischen Gewalt, zum Ausdruck kommt.

Gewöhnlich geht es um den Begriff der Legitimität, wenn man auf Dynastien und Regierungen zu sprechen kommt. Nach der Lehre Leos XIII. in seiner Enzyklika Au Milieu des Sollicitudes vom 16. Februar 189217 darf man tatsächlich mit der Frage nach der Legitimität von Dynastien und Regierungen nicht einfach Tabula rasa machen, handelt es sich doch hier um eine moralische Frage von ganz besonderem Gewicht, die von seiten eines wohlgebildeten Gewissens alle Aufmerksamkeit verdient.

Der Begriff der Legitimität ist jedoch nicht nur auf diese Art von Problematik anzuwenden.

Es gibt eine Legitimität höheren Ranges, die eine jede Ordnung der Dinge angeht, in der das Königtum Christi, Vorbild und Ursprung der Rechtmäßigkeit allen Königtums und aller irdischen Gewalt, zum Ausdruck kommt. Der Kampf für die rechtmäßige Autorität ist eine Pflicht und zwar eine schwere. Man darf aber in der Rechtmäßigkeit der Amtsträger nicht nur ein hervorragendes Gut an sich sehen, sondern ein Mittel, das uns helfen soll, ein noch höheres Gut zu erreichen, nämlich die Rechtmäßigkeit der ganzen Gesellschaftsordnung, aller Institutionen und menschlichen Lebenskreise. Dies geschieht mit der Anordnung aller Dinge nach der kirchlichen Lehre.

Der Kampf für die rechtmäßige Autorität ist eine Pflicht und zwar eine schwere.

B. Katholische Kultur und Zivilisation

Die Gegenrevolution strebt also danach, die katholische Kultur und Zivilisation wieder herzustellen und zu fördern. Diese Thematik wäre nicht deutlich genug umrissen, wenn es nicht eine Definition dessen beinhalten würde, was wir unter „katholischer Kultur” und „katholischer Zivilisation” verstehen. Wir wissen wohl, daß die Begriffe „Zivilisation” und „Kultur” in vielen unterschiedlichen Bedeutungen benutzt werden. Uns geht es hier natürlich nicht um eine Stellungnahme auf terminologischer Ebene. Wir beschränken uns vielmehr darauf, diese Begriffe als Bezeichnungen von relativer Genauigkeit für gewisse Realitäten zu benutzen, und es geht uns dabei weniger um eine Diskussion über die Begriffe als um die Vermittlung einer wahren Idee der Realitäten.

Eine Seele im Zustand der Gnade besitzt in höherem oder geringerem Grad alle Tugenden. Vom Glauben erleuchtet, verfügt sie über Voraussetzungen, die ihr eine wahrheitsgetreue Anschauung der Welt erlauben.

Kaiser Franz Joseph I Fronleichman Wien 1898

Der Grundbestandteil der katholischen Kultur ist eine auf dem Boden der kirchlichen Lehre entwickelte Weltsicht. Diese Kultur umfaßt nicht nur die Bildung, das heißt das Verfügen über die zu dieser Entwicklung notwendigen Informationen, sondern auch die Prüfung und Einordnung dieser Daten in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre. Sie beschränkt sich nicht auf die Gebiete der Theologie, der Philosophie oder der Wissenschaft, vielmehr umfaßt sie das ganze menschliche Wissen, spiegelt sich in der Kunst wider und schließt die Bejahung von Werten ein, die alle Aspekte des Daseins durchziehen.

Die katholische Zivilisation meint die Strukturierung aller menschlichen Beziehungen, aller menschlichen Institutionen und des Staates selbst auf dem Boden der Lehre der Kirche.

Sicher verfügt die Kirche über die geeigneten Mittel für das Heil der Seelen zu sorgen.

C. Der sakrale Charakter der katholischen Zivilisation

Dies bedeutet natürlich, daß eine solche Ordnung der Dinge von Grund auf sakral ist und die Anerkennung aller Gewalten der Heiligen Kirche und vor allem auch des Papstes mit sich bringt: Die unmittelbare Gewalt über die geistigen Dinge und die mittelbare Gewalt über die weltlichen Dinge, soweit diese das Heil der Seelen angehen.

Tatsächlich haben Gesellschaft und Staat ja dem tugendhaften Zusammenleben zu dienen. Nun sind aber die von einem Menschen zu übenden Tugenden die christlichen Tugenden, deren erste die Gottesliebe ist. Also haben Gesellschaft und Staat eine sakrale Bestimmung 18.

Sicher verfügt die Kirche über die geeigneten Mittel für das Heil der Seelen zu sorgen. Aber auch Gesellschaft und Staat besitzen Mittel, die dem gleichen Zweck dienen, d.h. Mittel, die von einer höheren Stelle geleitet, eine sie selbst übertreffende Wirkung hervorbringen.

Auf dem Heimweg von der Taufe. Gemälde von Heinrich Ewers.

D. Kultur und Zivilisation schlechthin

Aus dem bisher Gesagten läßt sich leicht schließen, daß die katholische Kultur und Zivilisation die Kultur und Zivilisation schlechthin sind. Hinzuzufügen bleibt, daß beide nur in katholischen Völkern bestehen können. Der Mensch kann zwar die Grundsätze des Naturgesetzes durch seine eigene Vernunft erkennen, aber ein Volk kann ohne das Lehramt der Kirche auf die Dauer nicht die Kenntnis aller Prinzipien bewahren 19. Wenn sich daher ein Volk nicht zur wahren Religion bekennt, kann es nicht dauerhaft alle Gebote erfüllen 20. Unter diesen Bedingungen, und da es ohne die Kenntnis und die Einhaltung des göttlichen Gesetzes keine christliche Ordnung geben kann, sind Zivilisation und Kultur schlechthin nur im Schoße derHeiligen Kirche möglich. Denn nach den Worten des Hl. Pius X. „ ist [eine Zivilisation] umso wahrer, umso dauerhafter, umso fruchtbarer, je eindeutiger sie christlich ist; sie geht umso mehr zurück, zum großen Schaden für das allgemeine Wohl, je mehr sie sich der christlichen Idee entzieht. Damit wird die Kirche durch einen inneren Sachzwang auch faktisch zur Hüterin und Sachwalterin der christlichen Kultur” 21.

Plinio Corrêa de Oliveira, Revolution und Gegenrevolution, Zweiter Twel VII. KAPITEL, 2. A-D, pp. 43-46.

 

17) Utz-von Galen. XXIII, c.160-220.

18) Vgl. Thomas von Aquin, De Regimine Principum, 1, 14 – 16.

19) Vgl. L Vatikankonzil, 111. Sitzung, Kapitel 2-D.1786.

20) Vgl. Konzil von Trient, Vl. Sitzung, Kapitel 2 – D.812.

21) Enzyklika Il Ferroo Proposito, vom 11.6.1905, Utz-von Galen, XVII, 4 22) V gl. 1 Joh 2,16.

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