Von Plinio Corrêa de Oliveira

Als Graf S. K. Potocki

Als Graf S. K. Potocki (1752-1821), ein polnischer Adliger, an einer Jagd auf den Gütern des Königs von Neapel teilnahm, wurde ihm ein Pferd gezeigt, dass als unzähmbar galt. Der Graf legte sofort seinen Mantel ab und sprang auf das wilde Tier, das sich sofort von ihm bezwingen ließ. Der große französische Maler Jacques-Louis David (1748-1825) hielt in einem Bild die Szene fest, in der Potocki seinen Sieg für vollendet hielt.

Das Pferd mit seiner phantastischen Muskulatur und voll ungeheuerlicher Vitalität scheint noch zu schäumen unter dem Joch des Reiters. Dieser, wenn er auch im Verhältnis zum Pferd den Eindruck einer schlanken und zarten Figur abgibt, verhält sich dennoch ruhig, elegant, völlig sich selbst und das Tier beherrschend, indem er die grüßt, die seinem Triumph Beifall spenden.

Es ist ein erhabenes Symbol des Sieges des Geistes über die Materie, des Menschen über die Rohheit.

*   *   *

Welch wunderschönes Meditationsthema für die Menschen unserer Zeit, die sich so oft, schon nicht von einem Tier, aber doch von etwas beherrschen lassen, was in der Ordnung der Geschöpfe ihnen sehr unterlegen ist: die Maschine.

 

Catolicismo, Nr. 117 – September 1960

 

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Die Huldigung Eurer Ergebenheit und Eurer Treue sowie die Glückwünsche, die Ihr, geliebte Söhne und Töchter, jedes Jahr nach alter Sitte Uns darzubringen kommt und die durch Euren hohen Sprecher so glücklich zum Ausdruck gebracht wurden, sind Unserem Herzen stets mit Freude willkommen. Sie pflegen naturgemäß die Gedan­ken und Besorgnisse widerzuspiegeln, die in ver­schiedenem Maße die Herzen erregen angesichts der veränderlichen Zeitverhältnisse. Nach den Schrecken des Krieges, nach dem unsäglichen Elend, das daraus folgte, und den Ängsten, die mit dem Aufhören der Feindseligkeiten verknüpft waren, das man nicht Frieden nennen konnte und auch kein Friede war, haben Wir zu Euch mehr als einmal bei dieser Gelegenheit über die Aufgabe und die Pflichten des Adels gesprochen angesichts der Vorbereitung eines neuen Standes der Dinge in der Welt und in besonderer Weise in Eurem so sehr geliebten Vaterland. Vollständige Unsicherheit war damals das kennzeichnende Merkmal. Man ging ganz und gar im Dunkeln: die Gedanken und die Kundgebungen des Volkswillens wechselten un­aufhörlich ihre Gestalt. Was wird wohl dabei her­auskommen? Niemand hätte das mit einiger Ge­wißheit voraussagen können.

Szene von dem Decke der Sixtinischen Kapelle.

Szene von dem Decke der Sixtinischen Kapelle.

Inzwischen hat die Weltbühne im eben verflos­senen Jahre unserem Auge ein Schauspiel dargebo­ten, von dem man wahrlich nicht sagen könnte, es hätte bei ihm an Aktivität, Bewegung und Überra­schungen gefehlt. Was aber wirklich fehlte, war – wie in den vergangenen Jahren – die Erreichung von Lösungen, welche die Gemüter ruhig aufatmen ließen, endgültig die Verhältnisse des öffentlichen Lebens klarstellen, den Weg in die Zukunft weisen würden, wäre er auch mühsam und beschwerlich. So dauert denn – abgesehen von einigen bemer­kenswerten Fortschritten, die hoffentlich von Dauer sind – die Ungewißheit weiter als vorherr­schendes Gepräge der Gegenwart nicht allein in den internationalen Beziehungen, wo man unge­duldig wenigstens erträgliche Friedensschlüsse er­wartet, sondern auch in der innern Ordnung der einzelnen Staaten. Auch hier vermag man noch nicht mit einiger Sicherheit vorauszusagen, was das endgültige Ergebnis der Auseinandersetzung oder des Zusammenpralls der verschiedenen Stre­bungen und Kräfte und vor allem der verschiede­nen und gegensätzlichen Lehren im religiösen, ge­sellschaftlichen und politischen Bereich sein wird.

Weniger schwer ist es hingegen heute, unter den verschiedenen Möglichkeiten, die sich Euch dar­bieten, Eure Haltung zu bestimmen, die Ihr einzu­nehmen habt.

Die erste dieser Möglichkeiten ist unannehmbar: sie ist jene des Deserteurs, desjenigen, der mit Recht der „Emigré à 1’intérieur“ [Auswanderer ins Innere] genannt wurde. Es ist die Ablehnung des Verbitterten oder Verärgerten, der aus Verach­tung oder Entmutigung von seinen Fähigkeiten und Energien keinerlei Gebrauch macht, in keiner Weise am Leben seines Landes und seiner Zeit teilnimmt, sondern sich zurückzieht – wie der Pelide Achilles in sein Zelt, in die Nähe der schnel­len Schiffe, fern vom Kampfgefilde –, während die Geschicke des Vaterlandes auf dem Spiele stehen.

"Nur der starke Block, der mit dem Grundgestein fest zusammenhängt, setzt der Lawine einen siegreichen Widerstand entgegen und vermag ihren Zerstörungslauf aufzuhalten oder wenigstens zu zügeln."

“Nur der starke Block, der mit dem Grundgestein fest zusammenhängt, setzt der Lawine einen siegreichen Widerstand entgegen und vermag ihren Zerstörungslauf aufzuhalten oder wenigstens zu zügeln.”

Noch unwürdiger ist die Ablehnung, wenn sie aus einer trägen und untätigen Gleichgültigkeit hervorgeht. Schlimmer in der Tat als schlechte Laune, als Verachtung und Entmutigung wäre die Gleichgültigkeit angesichts des Zusammenbruchs, dem die eigenen Brüder und das eigene Volk ver­fallen müßten. Vergeblich würde sie versuchen, sich unter der Maske der Neutralität zu verstecken: ist sie doch keineswegs neutral, sie ist gewollt oder nicht Komplize! Jede der leichten Schneeflocken, die so sanft an den Berghängen liegen und sie mit ihrem Weiß schmücken, hilft mit, wenn sie sich passiv mitreißen läßt, aus der kleinen Masse Schnee, die sich vom Gipfel losgelöst hat, die Lawine zu bilden, die das Unglück in das Tal hinunterbringt und dort die friedlichen Heimstätten zerschlägt und begräbt. Nur der starke Block, der mit dem Grundgestein fest zusammenhängt, setzt der Lawine einen siegreichen Widerstand entgegen und vermag ihren Zerstörungslauf aufzuhalten oder wenigstens zu zügeln.

Dergestalt bleibt nur der gerechte und in seinen Absichten wohlgesinnte Mensch, von dem Horaz in einer berühmten Ode spricht [Carm.III,3], nur der Mensch, der sich von seinem unverrückbaren Denken weder durch den Aufruhr der Bürger, die verbrecherische Befehle geben, noch durch das finstere Gesicht des dräuenden Tyrannen abbrin­gen läßt, [der unerschrocken bleibt, auch wenn das Weltall in Trümmern über ihn fallen sollte]: „si fractus illabatur orbis, impavidum feriunt ruinae. Ist aber dieser gerechte und starkmütige Mensch ein Christ, dann wird er sich nicht begnügen, mitten in den Ruinen aufrecht und ohne Gefühl zu stehen. Er wird sich vielmehr verpflichtet fühlen, dem Zusammenbruch Widerstand zu leisten und ihn zu verhindern oder wenigstens seine Schäden zu be­grenzen. Kann er das Zerstörungswerk nicht ein­dämmen, so wird er immerhin noch da sein, um das niedergerissene Gebäude wieder aufzubauen und das verwüstete Feld wieder anzusäen. So muß Eure Haltung sein. Sie besteht darin – ohne daß Ihr deswegen auf die Freiheit Eurer Überzeugungen und Euer Urteil über den Wandel der menschlichen Dinge verzichten müßtet –, die gegebenen Ver­hältnisse so zu nehmen, wie sie sind, ihre Kräfte zum Guten zu lenken, nicht nur für eine Klasse, sondern für die ganze Gemeinschaft.

..."in denen sowohl der einzelne wie die Familien mit dem rechten Einsatz ihrer Kräfte ohne Schwierig­keiten ein würdiges, geregeltes und glückliches Leben nach dem Gesetze Gottes führen können"... Familie mit Frau am Spinnrad von Hermann Sondermann.

…”in denen sowohl der einzelne wie die Familien mit dem rechten Einsatz ihrer Kräfte ohne Schwierig­keiten ein würdiges, geregeltes und glückliches Leben nach dem Gesetze Gottes führen können”…
Familie mit Frau am Spinnrad von Hermann Sondermann.

Dieses Gemeinwohl, d.h. die Verwirklichung normaler und stabiler staatlicher Verhältnisse, in denen sowohl der einzelne wie die Familien mit dem rechten Einsatz ihrer Kräfte ohne Schwierig­keiten ein würdiges, geregeltes und glückliches Leben nach dem Gesetze Gottes führen können, bildet den Zweck und das oberste Gesetz des Staates und seiner Organe.

Die Menschen, sowohl im einzelnen wie in der menschlichen Gemeinschaft, und ihr Gemeinwohl sind immer gebunden an die absolute Ordnung der Werte, die Gott aufgestellt hat. Gerade zum Zweck, diese Bindung in einer der Menschennatur würdi­gen Art und Weise zu verwirklichen und wirksam zu machen, ist dem Menschen die persönliche Frei­heit geschenkt worden, und der Schutz dieser Frei­heit ist der Zweck einer jeden Rechtsordnung, die diesen Namen verdient. Daraus folgt aber auch, daß es keine Freiheit und kein Recht geben kann, diese absolute Ordnung der Werte zu verletzen. Man würde sie deshalb verletzen und die Verteidi­gung der öffentlichen Sittlichkeit, die zweifellos ein hervorragendes Element für die Aufrechterhal­tung des Gemeinwohls von seiten des Staates ist, aus den Angeln heben, wenn z.B. ohne Rücksicht auf diese höchste Ordnung eine bedingungslose Presse- und Filmfreiheit gewährt würde. In diesem Fall hätte man nicht das Recht auf wahre und echte Freiheit anerkannt, sondern nur die Zügellosigkeit legalisiert, wenn man der Presse und dem Film erlauben wollte, die religiös-sittlichen Grundlagen des Volkslebens zu untergraben. Um einen solchen Grundsatz zu begreifen und zuzugeben, braucht man nicht einmal Christ zu sein. Es genügt hierfür der von den Leidenschaften ungestörte Gebrauch der Vernunft und des gesunden sittlichen und recht­lichen Empfindens.

Es ist wohl möglich, daß einige schwerwiegen­de Ereignisse im Verlaufe des verflossenen Jahres ein schmerzliches Echo im Herzen von nicht wenigen unter Euch hervorgerufen haben. Wer aber vom Reichtum des christlichen Gedankens lebt, läßt sich von den menschlichen Ereignissen nicht niederdrücken und aus der Fassung bringen, mögen sie auch sein wie immer, sondern wendet den Blick mutig auf das, was geblieben ist und was doch noch sehr viel ist und sehr würdig seiner Beachtung. Geblieben ist die Heimat und das Volk, ist der Staat, dessen höchstes Ziel das wahre Wohl aller ist und dessen Aufgabe das Zusammenwirken aller erfordert, wobei jeder Bürger seinen Arbeits­platz erhält. Es gibt Millionen aufrechter Seelen, welche dieses Gemeinwohl im Lichte Gottes sehen möchten und es zu fördern trachten gemäß der unvergänglichen Weisung seines Gesetzes.

Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein ein Veto gegen die Abtreibung Referendum in Liechtenstein. Foto von GuentherZ.

“Diese Stimme beschwört sie, sich zur Verfügung des Staates zu stellen, mit aller Kraft ihrer innersten Überzeugungen, und für das Wohl des Volkes zu arbeiten.” Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein ein Veto gegen die Abtreibung Referendum in Liechtenstein. Foto von GuentherZ.

Italien steht im Begriff, sich eine neue Verfas­sung zu geben. Wer könnte die grundlegende Be­deutung eines solchen Unternehmens verkennen? Was das Lebensprinzip im lebenden Körper ist, das bedeutet die Verfassung im sozialen Organismus, dessen wirtschaftliche und auch sittliche Entwick­lung engstens durch sie bedingt wird. Wenn daher irgendjemand sein Auge unverwandt auf die von Gott gesetzten Ordnungen richten muß, wenn ir­gendjemand die Pflicht hat, beständig das wahre Wohl aller vor Augen zu halten, dann sind es gewiß jene, denen das große Werk anvertraut ist, eine Verfassung auszuarbeiten.

Was nützen aber andererseits die besten Gesetze, wenn sie toter Buchstabe bleiben würden? Ihre Wirksamkeit hängt zum großen Teil von denen ab, die sie anwenden müssen. In den Händen von Menschen, die nicht von ihrem Geist beseelt sind, die innerlich vielleicht ganz anders denken, als die Gesetze verfügen, oder die geistig und sittlich nicht fähig sind, sie in die Tat umzusetzen, verliert auch die voll­kommenste gesetzgeberische Arbeit viel von ihrem Wert. Eine gute Verfassung ist zweifellos von sehr hoher Bedeutung. Was aber ein Staat unbedingt braucht, sind zuständige und erfahrene Männer in Politik und Verwaltung, die sich, geführt von klaren und gesunden Grundsätzen, mit allen Kräften für das größere Wohl der Nation einsetzen.

Darum ruft die Stimme Eurer Heimat, erschüt­tert von den schweren Umwälzungen der letzten Jahre, alle aufrichtigen Männer und Frauen, in deren Familien und Personen das Beste an Geistes­kraft, sittlicher Energie, gelebter und stets lebendi­ger Tradition des Landes ruht, zur Mitarbeit auf. Diese Stimme beschwört sie, sich zur Verfügung des Staates zu stellen, mit aller Kraft ihrer innersten Überzeugungen, und für das Wohl des Volkes zu arbeiten.

So öffnet sich auch für Euch der Weg in die Zukunft.

Wir haben vergangenes Jahre bei dieser selben Gelegenheit gezeigt, wie auch in den Demo­kratien jüngsten Datums, die noch keine Spur einer feudalen Vergangenheit aufweisen können, sich kraft der Verhältnisse eine neue Art von Adel oder Aristokratie herausgebildet hat. Sie besteht in der Gemeinschaft jener Familien, die überlieferungs­gemäß alle ihre Energien in den Dienst des Staates, seiner Regierung und seiner Verwaltung stellen und mit deren Treue er in jedem Augenblicke rechnen kann.

"Geht deshalb, geliebte Söhne und Töchter, mit Mut und demütigem Stolz der Zukunft entgegen." Gemälde von ein Päpstlichen Zouave.

“Geht deshalb, geliebte Söhne und Töchter, mit Mut und demütigem Stolz der Zukunft entgegen.” Gemälde von ein Päpstlichen Zouave.

Eure Aufgabe ist deshalb nicht im entferntesten negativ. Sie setzt bei Euch viel Studium, viel Arbeit, viel Selbstverleugnung und vor allem viel Liebe voraus. Sie hat trotz der raschen Entwick­lung der Zeiten ihren Wert nicht verloren, ist nicht abgeschlossen. Sie verlangt von Euch ebenfalls – und das muß das Besondere Eurer traditionellen Familienerziehung sein – das Feingefühl und den Willen – ein heute sehr oft schweres und hartes Vorrecht –, Euren Stand nur dazu auszunützen, um zu dienen.

Geht deshalb, geliebte Söhne und Töchter, mit Mut und demütigem Stolz der Zukunft entgegen. Eure soziale Aufgabe ist zwar neu in der Form, doch im wesentlichen dieselbe wie in Euren ver­gangenen Zeiten größeren Glanzes. Sollte sie Euch einmal schwierig, mühsam und vielleicht sogar nicht frei von Enttäuschungen erscheinen, dann vergeßt nicht, daß die Vorsehung Gottes, die sie Euch anvertraut hat, Euch gleichzeitig die nötige Kraft und Hilfe gewähren wird, um sie würdig zu erfüllen. Diese Hilfe erbitten Wir Euch von Gott, der Mensch wurde, um die menschliche Gesellschaft aus ihrem Verfall wieder aufzurichten und die neue Gesellschaft auf ein Fundament zu stellen, das nicht wankt, da er selbst der Eckstein des Gebäudes ist und er es von Geschlecht zu Geschlecht immer wieder er­neuert. Indes erteilen Wir als Unterpfand der auserlesensten himmlischen Gnaden, mit väter­licher Liebe Euch, Euren Familien, allen Perso­nen, die Eurem Herzen teuer sind, Nahen und Fernen, und in besonderer Weise Eurer lieben Jugend, Unseren Apostolischen Segen.[1]

[1] Utz-Groner, S. 1640-1646.

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Von Plinio Corrêa de Oliveira

Eine antiegalitäre Betrachtung des Universums zeigt uns, wie es wahrhaftig ein Königshof mit vielen unterschiedlichen Adeligen ist: einige sind adeliger, weil sie mehr Adel in ihrem Wesen haben und andere sind weniger adelig, weil sie weniger Adel in ihrem Wesen haben.

Jemand könnte mich bitten: „Aber geben Sie doch ein Beispiel“. Und ich gebe ein leichtes Beispiel: Der Pfau und die Henne.

peacock

Es gibt im Pfau einen offensichtlichen Adel: Im Rad, dass er aufschlägt, in der wunderbaren Schönheit seiner Federn, auch im schillernden blaugrünen Farbton seines Halses…

Im Pfau ist alles bewundernswert außer seinem Kopf, doch dieser bildet den kleinen und lebendigen Zentralpunkt, der dem Rest Bewegung und Leben gibt, soweit dies bei einem Wesen ohne Vernunft sein kann. Sein Gang ist der einer Königin. Seine Art ist adelig, ruhig, er fürchtet sich vor nichts; wenn er rennt, rennt er mit einer gewissen Würde; wenn er hält, ist er nicht atemlos.

hen

Nun, die Henne ist eine Misere durch das Fehlen von Adel. Lächerlich ist ihr Rennen, lächerlich ist ihr Gackern, sie rennt hysterisch; die abscheulichen Würmer, die sie auf dem Boden findet, werden mit Fresssucht geschluckt, ihre Freude ist die eines Vielfraßes.

Die Henne hat nur eine adelige Seite: es ist die Mutterliebe, mit der sie, selbst unter Lebensgefahr, jedes ihrer Küchlein verteidigt. Unter diesem Aspekt hat sich selbst der Erlöser mit der Henne verglichen, als Er sagte: „Jerusalem, Jerusalem, das du die Propheten tötest und die steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, wie die Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt, und ihr habt nicht gewollt“ (Lk 13,34).

Es ist richtig, dass der Pfau und die Henne irrationale Wesen sind. Deshalb besitzen sie keinen Adel im wirklichen Sinne des Wortes, im bildlichen Sinne aber doch.

Galinha com pintainhos

Aus CATOLICISMO, August 1995 (*)

 

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Ansprache vom 11 Januar 1943

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Pius’ XII – Ansprache vom 5. Januar 1942

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