Große Träume werden von denen geträumt, die sich um erhabene Ideale vereinen. Wenn wir unsere Träume aufgeben, begeben wir uns in die Hände von Bürokraten und in ein Regime der Mittelmäßigkeit.

Don Juan de Austria

Dies liegt daran, dass diese großen Träume nie das Werk der Sozialplaner sind, sondern stets aus der gemeinsamen Anstrengung großer Männer und Frauen, wahrer Eliten und Völker hervorgehen. Jedes Mitglied einer Gemeinschaft lebt und teilt denselben ursprünglichen Traum, der sie zusammenbringt und unter dem Segen Gottes vereint.

Jeder leistet einen Beitrag zu dem großen Werk der Umsetzung dieses gemeinsamen, doch äußerst praktischen Traums der Idealisierung eines besseren Lebens für alle. Dieses Werk erfordert die Robustheit, Kraft und Widerstandsfähigkeit der kleinen Leute ebenso wie unterschiedliche Grade der Kultur, der Einsicht und der Raffinesse der Mittelschicht und schließlich den Beitrag der Eliten, deren Aufgabe es keineswegs ist, ihre Ansichten der Bevölkerung aufzuzwingen, sondern vielmehr, das, was von unten kommt, zu verfeinern und zu interpretieren.

Der heilige Ludwig IX. von Frankreich

Wenn eine Gesellschaft das Glück hat, viele großartige Persönlichkeiten hervorgebracht zu haben, dann könnte man diese fast als Propheten dieser Bewegung hin zur Verwirklichung des allgemeinen Traums bezeichnen. In dem Maße, in dem sie tiefe Wurzeln in der gesamten Gesellschaft haben, können sie spüren, in welche Richtung die Gesellschaft sich bewegen sollte und können sie dorthin steuern. Manchmal schickt Gott geniale Seelen, wie den heiligen König Ludwig IX, die fast wie Engel in Menschengestalt über dem Volk zu schweben scheinen und die Gesellschaft und die Wirtschaft durch ihre Anregungen beeinflussen und anspornen. Dies ist die eigentliche, die wahre Regierungsform.

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Gemälde von Félix de Vigne

Manche werden an dieser Stelle einwenden, dass die natürlichen Bedingungen zum Wiederaufbau unserer metaphysischen Träume in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr existieren, da es keine sozialen Gruppen mit der nötigen Atmosphäre intensiven Zusammenhalts mehr gibt. Nur mehr wenige Menschen bemühen sich, nach den Geboten zu leben, und noch viel weniger leben nach den evangelischen Räten. Standardisierung und Vermassung haben viel dazu beigetragen, uns unserer Träume zu berauben und sie durch die eintönige Gleichförmigkeit unserer Tage zu ersetzen.


Wir können diese Hindernisse überwinden, indem wir wieder den „kühnen Traum“ träumen, der den Westen einst so verwandelt hat. Wenn wir uns wieder um das übernatürliche Ideal einer Gott zugewandten Welt vereinigen, wird dieses Ideal als Katalysator dienen, der die Bedingungen neu schafft, unter denen eine Unmöglichkeit wieder möglich gemacht werden kann. Wir müssen nur wieder zu träumen wagen.

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Rückkehr zur Ordnung: Von einer hektischen, getriebenen Wirtschaft zu einer organischen christlichen Gesellschaft, von John Horvat. Kapitel 48, pg. 310 – 311.

 

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Aus der Ansprache Papst Leos XIII. an das Patriziat und an den römischen Adel vom 24. Januar 1903:

„Jesus Christus wollte Sein privates Leben in der Verborgenheit eines bescheidenen Heimes verbrin­gen und als Sohn eines Handwerkers bekannt sein. In Seinem öffentlichen Leben jedoch gefiel es Ihm, unter dem Volk zu leben und ihm in jeder Form Gutes zu tun. Trotzdem wollte Er aus königlichem Ge­schlecht geboren werden, wählte als Mutter Maria und Josef als seinen Pflegevater, beide erwählte Kinder aus dem Stamme Davids. Gestern, am Feste ihrer Verlöbnis, konnten wir mit der Kirche die schöne Worte wiederholen: `Regali ex progenie Maria exorta refulget’ [Maria offenbart sich uns strah­lend, geboren aus königlichem Geschlecht]“.[1]

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[1] Leonis XIII Pontificis Maximii Acta, Ex Typographia Vaticana,Romae,1903, Band. XXII, S. 368

­Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten in den Ansprachen Pius’ XII. an das Patriziat und an den Adel von Rom von Plinio Corrêa de Oliveira, Dokumente IV, N. 4,  pg. 330.

 

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Weihnachtssymbolik

19/12/2019

Der spätgotische Hochaltar — geweiht 1493 — in der ehemaligen Benediktinerkirche Blaubeuren, ist ein süddeutsches Meisterwerk einer Ulmer Werkstätte. Der linke Flügel zeigt die Geburt Christi, der rechte die Weisen aus dem Morgenland.

Der typische „Blattgoldhintergrund“ ist schon von einer realistischen gemalten Landschaft mit dem Blaubeurer Ruckenschloss zurückgedrängt bzw. auf den Himmel beschränkt. Der Maler versucht eine perspektivische Darstellung. Die Hirten und Schafe im Hintergrund sind extrem klein, die Personen und Tiere im „Stall“ hingegen viel größer. Die Größe der Personen richte sich nach ihrer Bedeutung und Aussage. Maria ist die größte Person, von Gott erwählt. Das Jesuskind ist sehr klein gemalt: Gott hat sich in der Menschwerdung klein gemacht. „… wird ein Kindlein klein; es liegt dort elend nackt und bloß, …“ (GL 134,2). Das „Haus“, der Geburt Jesu, ist eine Ruine mit einem schadhaften, gestützten Notdach. Es stellt symbolisch das zerfallene Haus Davids dar, welches Christus wieder aufrichten wird. Joseph stammt aus dem Hause David, und Bethlehem ist die Stadt Davids. Am Dach singen drei Engel den süßen Gesang (GL 186). Die kniende Stellung Mariens bei der Geburt geht auf eine Vision der hl. Brigitta von Schweden zurück. Sie beschreibt auch den hl. Joseph als einen erhabenen Greis.

Die rechte Tafel bezeugt die frohe Botschaft für die ganze Welt. Die Könige repräsentieren die Erdteile, die Schiffe im Hintergrund symbolisieren die weite Verbreitung.

(Titelbild DER FELS Dezember 2012)

Redaktion: Eichendroffstr. 17, D-86916 Kaufering

HubertGindert@der-fels.de

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Frohe Weihnachten

5 December 2019

Familientraditionen schmieden die Familie in eine zusammenhängende Einheit zusammen. Eine Generation lehrt die andere, wie Weihnachten in dieser Familie gefeiert wird: sie tanzen um den festlich geschmückten Baum, dessen Lichter die Hoffnung auf das neue Jahr versinnbildlichen. Die Kinder sind glücklich und zeigen zugleich Ehrfurcht vor der ganzen Sache. Natürlich sind sie wegen der Geschenke, […]

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Die Sozialisten behaupten, daß das Recht auf Eigentum eine menschliche Erfindung ist und der natürlichen Gleichheit der Menschen entgegensteht

21 November 2019

In der Fortsetzung der Enzyklika erklärt Papst Leo XIII.: „Die katholische Weisheit hat, gestützt auf die Vorschriften des natürlichen und göttlichen Geset­zes, für den öffentlichen wie den häuslichen Frieden wohlbedacht Vorsorge getroffen auch durch das, was sie vertritt und lehrt im Hinblick auf das Eigentumsrecht und die Verteilung der Güter, welche zum Leben notwendig und […]

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Das Universum, die Kirche und die bürgerliche Gesellschaft spiegeln die Liebe Gottes in organischer Ungleichheit wieder

7 November 2019

In der gleichen Enzyklika versichert der Papst: „Der, der alles schuf und regiert, hat es in seiner weisen Vorsehung so geordnet, daß das Unterste durch das Mittlere, das Mittlere durch das Höchste zu seinem entsprechenden Ziel gelangt. Wie er darum selbst im himmlischen Reich unter den Chören der Engel einen Unterschied wollte und die einen […]

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Die Rechtsverschiedenheit und Ungleichheit in den Befugnissen kommt vom Schöpfer der Natur selbst

24 October 2019

Papst Leo XIII. lehrt in der Enzyklika Quod Apostolici Muneris vom 28.12.1878: „Wenngleich aber die Sozialisten das Evange­lium mißbrauchen und es, um die Unbesonnenen leichter zu täuschen, in ihrem Sinne zu deuten pflegen, so ist doch zwischen ihren schlechten Grundsätzen und der so reinen Lehre Christi ein Unterschied, wie es keinen größeren gibt. ´Denn welche […]

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Spannung und Entspannung im Antlitz eines Heiligen

3 October 2019

Plinio Corrêa de Oliveira In den Vatikanischen Gärten empfängt der heilige Papst Pius X. hochrangige Besucher, die ihm ihre Ehrerbietung erweisen. Die trotz der Jahre aufrichtige und kräftige Figur des Papstes vermittelt den Eindruck von Askese und Festigkeit, aber etwas in seiner Person und vor allem seine klare Physiognomie vermittelt Ruhe und Entspannung. Es kommt […]

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Der Adel des Blutes ist ein starker Ansporn, tugendhaft zu leben

19 September 2019

Aus dem hervorragenden Text der Homilie des heiligen Karl Borromäus (1538-1584), Erzbischof von Mailand, zum Fest der Geburt Unserer Lieben Frau am 8. September 1584: „Der Anfang des Evangeliums des Matthäus, das Euch vor kurzem von hier aus durch die Heilige Mutter Kirche verkündet wurde, regt uns vor allem dazu an, aufmerksam den Adel, die […]

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Wenn die Seele nach Gott strebt, ist das Altern keine Dekadenz

5 September 2019

Von Plinio Corrêa de Oliveira Wie gewaltig täuscht sich die moderne Welt, wenn sie das Altern als eine bloße Dekadenz betrachtet. Wenn man die geistigen Werte mehr als die leiblichen zu schätzen weiß, bedeutet das Altern ein Wachsen in dem, was im Menschen das edelste ist, die Seele. Obwohl das alt werden die Dekadenz des […]

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Tradition ist ein fruchtbringender Schatz und ein Erbe, welches es zu bewahren gilt

22 August 2019

Ansprache des Papstes Paul VI. an seine Lands­leute aus Brescia (26.9.1970): „Erlaubt, daß einer Eurer Landsleute von gestern, einem der höchsten Werte des menschli­chen Lebens seine Ehrerbietung erweist, der zu­gleich einer der vernachläßigsten ist: der Tradi­tion. Sie ist ein fruchtbringender Schutz und ein Erbe, welches bewahrt werden muß. Die neuen Generationen sind alle der Gegenwart, […]

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Opferbereitschaft

8 August 2019

In den Zeiten, in denen diese besonderen Gruppen gediehen und ihre Aufgaben erfüllen konnten, durchdrang der Geist ihrer ständigen persönlichen Opferbereitschaft und Disziplin die gesamte Gesellschaft und gab für alle den Ton an; dies war für alle eine Hilfe bei der Kontrolle und Zähmung ihrer ungeordneten Leidenschaften. Durch diesen Geist wurden die Barbaren zunächst mit […]

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Sich von der Vergangenheit abzusetzen, ist die Ursache von Unruhe, Angst und Unsicherheit

25 July 2019

Homilie des Papstes Paul VI. für die Messe in der Basilika des Heiligen Lorenz al Verano am 2.11.1963: „Wir haben die Gewohnheit, immer nach vorne zu sehen und schätzen die Verdienste von gestern oftmals gering; wir sind wenig geneigt, dankbar zu sein dem Andenken und der Verbundenheit mit unserer Vergangenheit, ebenso der Treue, die wir […]

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